Expertin klärt auf
Vitamin D: Was im Winter zu beachten ist
Aktualisiert:
von Seyda GünVitamin D hat im menschlichen Körper viele und wichtige Funktionen.
Bild: Foto: Adobe Stock/ cegli
Mit den Sonnenstunden im Winter sinkt auch der Vitamin-D-Wert im Körper. Ob nacktes Skifahren den Mangel ausgleichen kann und ob supplementieren wirklich wichtig ist, erklärt Ernährungswissenschafterin Sabine Bisovsky im Interview.
Das Wichtigste in Kürze
Vitamin D ist das einzige Vitamin, das von unserem Körper selbst produziert werden kann und hat wichtige Aufgaben für die Gesundheit.
Vor allem in der sonnenarmen Jahreszeit gibt es hohen Bedarf dafür.
"Hormon" Vitamin D
Vitamin D hat im menschlichen Körper viele und wichtige Funktionen. Die fünf wichtigsten nennt Sabine Bisovsky, Ernährungswissenschafterin im Café PULS-Interview:
Vitamin D sorgt für stabile und harte Knochen.
Spielt eine wichtige Rolle im Immunsystem.
Unterstützt die Muskelfunktion, indem es die Regeneration und den Muskelaufbau fördert.
Wichtig auch im Gehirn: Scheint eine wichtige Schutzfunktion für die Nervenzellen zu haben.
Wichtig für die Herzgesundheit.
"Vitamin D wirkt im Körper eigentlich als Hormon", erklärt die Ernährungswissenschafterin.
Vitamin D wird vor allem im Herbst und Winter benötigt
Im Sommer reichen laut Bisovsky durchschnittlich zwei-bis dreimal in der Woche "fünf bis zehn Minuten bei unbedeckten Armen und unbedeckten Gesicht" in der Sonne, um einen Mangel vorzubeugen.
Zwischen Oktober und April sieht das aber anders aus. "Da ist die Sonne einfach zu wenig stark und da könnte ich auch nackt Skifahren und ich würde den Tagesbedarf trotzdem nicht aufbauen können", so die Ernährungswissenschafterin.
Da im Herbst und Winter die Sonnenstrahlung nicht ausreicht, empfiehlt es sich zusätzlich 20 Mikrogramm Vitamin D über die Nahrung aufzunehmen. Zu den Vitamin D-reichen Lebensmitteln zählen Avocados, Eier, Schwammerl oder Fische, wie beispielsweise die Forelle.
Wer sollte besonders auf den Vitamin D-Spiegel achten?
Auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D sollten besonders jene achten, die einen erhöhten Bedarf haben oder "wo die Eigenproduktion in der Haut nicht mehr so gut funktioniert."
Dazu zählen beispielsweise ältere Personen, Frauen in den Wechseljahren und alle, die sich überwiegend drinnen aufhalten. Laut der Expertin macht sich ein Vitamin D-Mangel meist erst sehr spät bemerkbar.
"Als Erstes werde ich wahrscheinlich merken, in der kalten Jahreszeit, dass ich so jeden Infekt auffange, dann werden die Knochen porös oder weich - und merken kann ich es auch an meiner Muskelkraft", so Bisovsky.
Wie wird ein Mangel abgeklärt?
Vor dem Winter empfiehlt sich, den Vitamin D-Status bei Ärzt:innen zu prüfen. "Am besten mache ich vor der Winterzeit einen Vitamin-D-Test und schaue, bin ich da im grünen Bereich?", erklärt die Ernährungswissenschafterin.
Sollten Auffälligkeiten bekannt werden, lohnt es sich in Absprache mit der Ärztin oder dem Arzt "die Lücken zu schließen und Defiziten vorzubeugen."
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