Symptome und Behandlung

Hitzschlag oder Sonnenstich? Wie man den Unterschied erkennt

Veröffentlicht:

von Dijana Djordjevic

17:30 SAT.1 Hamburg und Schleswig-Holstein

Hitzeaktionstag: Hohe Temperaturen können lebensgefährlich werden

Videoclip • 02:22 Min • Ab 12


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Die sommerlichen Temperaturen wecken in vielen Menschen Glücksgefühle und Euphorie. Sie bringen aber auch so manche Gefahren mit sich: Dazu zählen Hitzschlag und Sonnenstich. Wie erkennt man eigentlich den Unterschied? Und wie geht man mit Betroffenen im Notfall vor?

Das Wichtigste in Kürze

  • Sonnenstich und Hitzschlag sind ernstzunehmende Gesundheitsgefahren.

  • Wie man den Unterschied erkennt, vorbeugt und im Notfall handeln sollte.

Hitzschlag und Sonnenstich sind medizinische Notfälle. Erkennt man rechtzeitig die Warnsignale und handelt richtig, kann Schlimmeres verhindert werden, betont das Gesundheitsministerium.

Sonnenstich oder Hitzschlag?

Ein Sonnenstich entsteht durch direkte Sonneneinstrahlung auf den ungeschützten Kopf oder Nacken. Das Gehirn reagiert dabei empfindlich auf die Überhitzung und es kommt zu Reizungen der Hirnhäute. Gefährdet sind vor allem Menschen mit wenig Haaren und Kinder.

Zu den Symptomen zählen:

  • Starke Kopfschmerzen

  • Nackenschmerzen oder steifer Nacken

  • Übelkeit und Erbrechen

  • Rötung des Gesichts und/oder Kopfs

  • Heiße Haut, aber meist kein Fieber

  • Benommenheit, Schläfrigkeit, Unruhe

Ein Hitzschlag wiederum entsteht durch die Überhitzung des gesamten Körpers. Er ist besonders gefährlich, da in diesem Fall der Körper seine Temperatur nicht mehr regulieren kann. Hierbei handelt es sich also um einen Notfall, der ohne Hilfe lebensbedrohlich werden kann.

Zu den Symptomen zählen:

  • Hohe Körpertemperatur bis über 40 Grad

  • Schneller Puls, flache Atmung

  • Heiße, trockene Haut – kein Schwitzen mehr

  • Verwirrtheit, Sprachstörungen, Krämpfe

  • Bewusstlosigkeit möglich

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Was tun?

Bei einem Sonnenstich ist es wichtig, die betroffene Person so schnell wie möglich in den Schatten zu bringen. Kopf und Nacken sollten durch feuchte Tücher oder kühle Kompressen gekühlt werden. Es sollte viel getrunken werden - ideal sind Wasser, Tee oder elektrolythaltige Getränke.

Sollte sich der Zustand nicht rasch verbessern, sollte ein Arzt bzw. eine Ärztin kontaktiert werden.

Bei einem Hitzschlag hingegen sollte sofort der Notruf gewählt werden.  Auch hier ist es wichtig, Betroffene in den Schatten zu bringen. Die Kleidung sollte geöffnet und der Körper mit feuchten Tüchern gekühlt werden. Beengende Kleidung sollte entfernt werden.

Die Beine der Betroffenen sollten leicht hochgelagert werden und schluckweise kühle Flüssigkeit zu trinken gegeben werden. Hier ist aber wichtig: Keine Getränke geben, wenn die Betroffenen nicht vollständig bei Bewusstsein sind.


Wer ist besonders gefährdet?

Besonders gefährdet sind in beiden Fällen Kinder und ältere Menschen, Menschen, die im Freien arbeiten oder lange bei starker Sonneneinstrahlung draußen waren, Menschen mit Flüssigkeitsmangel und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch Personen, die durch Alkoholkonsum oder anderer psychoaktiven Substanzen eingeschränkt sind.

Vorbeugung

Damit es gar nicht erst zu diesen medizinischen Notfällen kommt, ist Vorbeugung wichtig. Dazu zählen:

  • Ausreichend trinken, auch wenn man keinen Durst hat

  • Kopfbedeckung tragen - vor allem bei Kindern

  • Mittagssonne meiden, also von 11 bis 16 Uhr

  • Luftige und helle Kleidung tragen

  • Schatten suchen

  • Körperliche Belastungen anpassen - lieber, wenn es kühler ist

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