15 Prozent mehr Organtransplantationen im Jahresvergleich
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von AgenturenDeutlich weniger Patienten auf Wartelisten
Bild: APA/APA/dpa/Soeren Stache
2025 sind in Österreich 733 Organtransplantationen durchgeführt worden, um 15 Prozent mehr als im Jahr davor. 666 Transplantationen erfolgten mit Organen Verstorbener, während 67 transplantierte Organe von Lebendspenderinnen und -spendern stammten. Die Zahl der Patientinnen und Patienten auf Wartelisten ging von 848 auf 725 zurück. Das zeigt der vor dem Tag der Organspende am ersten Samstag im Juni veröffentlichte Transplant-Jahresbericht der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG).
Von 2023 auf 2024 hatte es ein leichtes Minus von 648 auf 634 Transplantationen gegeben. Nach Rückgängen in der Corona-Pandemie war aber wieder ein weitgehend konstantes Bild erreicht worden.
Anstieg auch bei Organspenden
Im Jahr 2025 wurden in Österreich 358 verstorbene Personen als potenzielle Organspenderinnen bzw. Organspender gemeldet, bei 204 davon wurde zumindest ein Organ entnommen und einem Patienten auf der Warteliste implantiert. Im Durchschnitt waren es 3,2 Organe pro Spender. 2024 hatte es 311 potenzielle und 166 durchgeführte Organspenden gegeben.
Im internationalen Vergleich liegt Österreich im Mittelfeld des Organaufkommens, die Datenbasis stammt dabei jedoch aus dem Jahr 2024. Bei Lungentransplantationen wies Österreich, bezogen auf die Vergleichsländer, mit 11,6 Transplantationen pro Million Einwohner die zweithöchste Frequenz nach Spanien auf. Als häufigstes Organ wurden Nieren transplantiert, womit österreichweit rund 49 Prozent der Nierenersatztherapie-Patienten mit einem funktionierenden Transplantat versorgt sind.
Großteil wartet auf Niere
Von den 725 Patienten auf den Wartelisten für ein Organ brauchen dennoch 579 Personen eine Niere. Die Zeit bis zur Identifizierung eines geeigneten Spenderorgans war von Organ zu Organ verschieden. Während man auf eine Niere im Median 43,7 Monate ab der ersten Dialyse beziehungsweise 20,0 Monate ab der Aufnahme auf die Warteliste wartete, lagen die Zeiten bei anderen Organarten deutlich unter einem Jahr, zeigt der Bericht des an der GÖG angesiedelten Organisationsbüros für das Transplantationswesen (ÖBIG-Transplant).
Wie in den meisten europäischen Ländern gilt auch in Österreich bei Organspenden die Widerspruchslösung. 2025 ließen sich insgesamt 5.780 Personen in das Widerspruchsregister aufnehmen und 327 daraus streichen. Die Gesamtzahl der per Ende 2025 eingetragenen Personen betrug 71.262. Davon hatten 59.547 Personen ihren Wohnsitz in Österreich. Das entspricht einer Eintragungsrate von rund 0,65 Prozent der österreichischen Wohnbevölkerung.
562 Stammzelltransplantationen
Als Stammzellspender kann man sich dagegen registrieren lassen. Im Jahr 2025 waren fast 148.000 Personen im österreichischen Stammzellregister erfasst. Durch die internationale Vernetzung mit anderen Registern standen weltweit rund 44,4 Millionen potenzielle Spender zur Verfügung. Für rund 89 Prozent der in Österreich auf eine Stammzellspende wartenden Patienten konnte im Jahr 2025 ein Fremdspender identifiziert werden; die mediane Suchdauer lag bei 25 Tagen. Die Zahl der Stammzelltransplantationen - vor allem für Blutkrebspatienten - lag im Jahr 2025 bei 562 (nach 609 im Jahr davor).
( S E R V I C E - https://transplant.goeg.at )
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