Tödliche Ertrinksfälle "enorm"
25 Menschen starben heuer bei Badeunfällen
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von Quelle: APA, JOYN NewsOberösterreich heute
Badeunfälle: Risiko an heißen Tagen steigt
Videoclip • 01:19 Min
Viele Menschen suchen bei der aktuell herrschenden Hitzewelle Abkühlung in den österreichischen Gewässern. Der Sprung ins kühle Nass birgt jedoch gesundheitliche Risiken wie den Kälteschock oder Kreislaufprobleme. Dementsprechend hoch ist heuer bereits die Zahl tödlicher Badeunfälle. In diesem Jahr kamen bereits 25 Menschen ums Leben. Im vergangenen Jahr waren es laut Zählung von Medienberichten durch das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) 14 Tote.
Das Wichtigste in Kürze
Die Zahl der tödlichen Badeunfälle in Österreich ist heuer mit bereits 25 Todesopfern deutlich höher als im Vorjahr und könnte laut Kuratorium für Verkehrssicherheit zu einem traurigen Rekord führen.
Experten warnen vor den Gefahren von Hitze, kalten Gewässern und Strömungen und raten zu mehr Vorsicht sowie geeigneten Sicherheitsmaßnahmen.
Die Zahl der Badetoten für das Jahr 2025 ist noch nicht von der Statistik Austria veröffentlicht worden. 2019 ertranken 38, 2020 28, 2021 36, 2022 40, 2023 50 und im Jahr 2024 44 Menschen beim Schwimmen.
Von den im vergangenen Jahr im Vergleichszeitraum Ertrunkenen waren sieben Frauen und sieben Männer. Aufgrund des schlechten Wetters war der erste Badetote erst am 15. Juni zu beklagen. Da starb eine 86-Jährige im Flatschacher See in Kärnten. Bei den 14 im ersten Halbjahr Verunglückten starb ein 41-jähriger Mann, der am 29. Juni 2025 zunächst aus der Neuen Donau gerettet wurde, am 6. Juli.
Erster Badeunfall heuer bereits im Mai
Heuer waren es bereits 25 Tote, der erste tödliche Badeunfall ereignete sich im Mai. Ein 46-jähriger Mann wurde aus der Traisen in St. Pölten in Niederösterreich gerettet und reanimiert. Er wurde in das Universitätsklinikum St. Pölten gebracht, wo er wenig später starb. In diesem Jahr war der Großteil der Opfer - 23 - männlich, zwei Ertrinkungsfälle betraf Frauen.
Besonders dramatisch waren der 22. Juni und der gestrige Sonntag. An diesen Tagen starben je drei Menschen bei Badeunfällen. Am 25. Juni verunglückten drei Männer am Marchfeldkanal bei Gerasdorf in Niederösterreich auf ihren Stand-up-Paddles vermutlich beim Überwinden einer Schleuse. Am Sonntag verunglückten drei Menschen in der Ill in Bludenz in Vorarlberg, darunter ein zehnjähriges Kind. Ein 22-Jähriger starb noch am Unfallort, der Bub am Abend im Landeskrankenhaus Feldkirch. Ein 40-Jähriger, der ebenfalls in kritischem Zustand ins Spital gebracht wurde, ist auch seinen Verletzungen erlegen.
Zahl der Ertrinkungsfälle "enorm"
"Die Zahl der tödlichen Ertrinkungsunfälle in Österreich ist derzeit enorm. Wir müssen leider davon ausgehen, dass sich dieser Sommer zu einem traurigen Rekordjahr entwickeln könnte - obwohl diese Tragödien vermeidbar wären", sagte Johanna Trauner-Karner, Leiterin des Bereichs Sport- und Freizeitsicherheit im KFV. Man dürfe nicht unterschätzen, dass Schwimmen nicht in jeder Umgebung gleich sei.
"Kalte Flüsse, Strömungen oder Wellengang stellen Kinder und Erwachsene, selbst sehr geübte Schwimmerinnen und Schwimmer, vor völlig andere Herausforderungen. Wer in offenen Gewässern unterwegs ist, sollte deshalb eine gut sichtbare aufblasbare Schwimmboje mitführen und seine Schwimmkompetenz durch regelmäßige Schwimm- und Sicherheitstrainings erweitern", so Trauner-Karner. "Im privaten Bereich empfehlen wir mit Nachdruck, Pools, Biotope und Gartenteiche durch geeignete Zäune oder andere Zugangssicherungen abzusichern. Gerade dort entstehen innerhalb weniger Augenblicke lebensgefährliche Situationen, weil Kinder unbemerkt ans Wasser gelangen und keine unmittelbare Aufsicht vorhanden ist."
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