Sizilien

700 Flüge gestrichen: Vulkanasche legt Catania lahm

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von Quelle: APA, JOYN News

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Ätna sorgt für Flugchaos

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Der Ausbruch des Ätna sorgt auf Sizilien weiter für massive Probleme. Wegen der Vulkanasche mussten bereits Hunderte Flüge gestrichen werden, während der Tourismusbranche Schäden in Millionenhöhe entstehen.

Die Folgen des Ätna-Ausbruchs treffen Sizilien mitten in der Hauptreisezeit. Nach Angaben des Handelsverbands Assoesercenti belaufen sich die wirtschaftlichen Schäden für den Tourismussektor bereits auf rund 24 Millionen Euro. Der Flughafen Catania bleibt wegen der anhaltenden Aschewolke weiterhin geschlossen. Seit Beginn der aktuellen Eruptionsphase wurden rund 700 Flüge gestrichen, mehr als 400 weitere mussten auf andere Flughäfen umgeleitet werden.

Besonders stark belastet sind die Flughäfen Palermo, Comiso und Trapani, die zahlreiche zusätzliche Verbindungen übernehmen mussten. Zehntausende Reisende waren von Flugausfällen und Verspätungen betroffen. Viele Urlauber mussten stattdessen auf Busse oder Züge ausweichen, um die Insel verlassen oder erreichen zu können. Selbst der Flughafen Comiso war zwischenzeitlich wegen Vulkanasche für mehrere Stunden gesperrt.


Ende der Einschränkungen nicht absehbar

Experten rechnen derzeit nicht mit einer raschen Entspannung. Laut dem italienischen Institut für Geophysik und Vulkanologie lässt sich zwar der Beginn vulkanischer Aktivität prognostizieren, nicht jedoch deren Ende. Entscheidend bleibt die Windrichtung, da die Aschewolke bereits bis nach Malta und Nordafrika getragen wurde. Solange der Wind die Asche in Richtung Catania treibt, dürfte der Flugverkehr weiter beeinträchtigt bleiben.

Die anhaltenden Probleme haben auch eine politische Debatte ausgelöst. Italiens Zivilschutzminister Nello Musumeci stellte die Lage des Flughafens infrage und erinnerte an frühere Vorschläge für einen alternativen Standort. Die Opposition kritisiert hingegen das Krisenmanagement der Regionalregierung und fordert bessere Lösungen für den Umgang mit wiederkehrenden Ätna-Ausbrüchen.

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