Aus Höhle in Laos Gerettete sollen bei weiterer Suche helfen
Veröffentlicht:
von AgenturenEinsatzbesprechungen am laufenden Band
Bild: APA/APA/AFP/Metta Tham Rescue Kalasin/HANDOUT
Nach dem Höhlenunglück in Laos sollen Hinweise von fünf aus einer überfluteten Höhle geretteten Männern bei der Suche nach den zwei letzten Vermissten helfen. Die Suche nach den beiden Männern werde auf Grundlage von Angaben der Geretteten fortgesetzt, sagte der malaysische Rettungstaucher Lee Kian Lie am Sonntag. Das laotische Rettungsteam erklärte, die Angaben der Überlebenden seien "entscheidend" für ihren Einsatz.
Auf der Suche nach Gold waren sieben Dorfbewohner am 20. Mai in die weitverzweigte Höhle in einer abgelegenen Gegend von Xaysomboun im Zentrum des Landes hinabgestiegen. Bei einer Sturzflut drang Wasser ein und schnitt ihnen den Rückweg ab. Helfer hatten seitdem unablässig Wasser abgepumpt, um Rettern den Zugang zu ermöglichen.
Wunder von Laos
Am Freitag konnte ein erster Mann aus dem Höhlensystem gerettet werden. Am Samstag kamen vier weitere Männer aus eigener Kraft frei, nachdem Taucher sie mit Essen versorgt hatten und der Wasserstand tief genug gesunken war. Die fünf Überlebenden wurden ins Krankenhaus gebracht. Einem Radiosender berichteten sie von ihrer Gefangenschaft unter Tage. Demnach hatte sich Verzweiflung bei den Männern breit gemacht. "Ich habe gesagt, wenn keine Taucher zur Hilfe kommen, ist unsere Überlebenschance gleich null. Wir haben nur darauf gewartet zu sterben", berichtete einer der Überlebenden.
Ein weiterer Geretteter sagte, die beiden noch vermissten Männer seien weiter als alle anderen in das Höhlensystem hinabgestiegen. Nach Angaben des japanischen Tauchers Yoshitaka Isaji konzentriert sich die Suche nach den letzten beiden Goldsuchern auf einen Bereich, der durch eine enge, überschwemmte Passage von dem Aufenthaltsort der übrigen fünf abgeschnitten ist.
"Dieser überschwemmte Durchgang ist extrem eng und praktisch unpassierbar", erklärte Isaji in Onlinediensten. "Stellen Sie sich den Raum so eng wie eine Schublade vor." Wegen des schlammigen Wassers sei die Sicht zudem "gleich null". Die Helfer pumpten daher vorerst weiter Wasser ab. Ein Tauchgang sei angesichts der enormen Gefahren "der letzte Ausweg".
Mehr entdecken

Iran pocht auf Freigabe eingefrorener Auslandsvermögen

Achtelfinal-Aus für Vierfach-Triumphatorin Swiatek in Paris

Achtelfinal-Aus für Vierfach-Triumphatorin Swiatek in Paris

Wehrpflicht: SPÖ für Modell "6+2" Monate

Fast 800 Festnahmen nach Sieg von PSG in Champions League

Behörden schließen Café in Teheran wegen "Satanismus"
