155 bestätigte Infektionen

Bereits mehr FSME-Fälle als im gesamten Vorjahr

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von Agenturen

Treffpunkt Österreich zu Mittag

FSME-Impfrate sinkt

Videoclip • 05:13 Min


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In Österreich sind in diesem Jahr bereits mehr FSME-Erkrankungen aufgetreten als im gesamten Vorjahr. Für 2026 wurden bisher 155 bestätigte Infektionen registriert - im Jahr 2025 waren es insgesamt 132, informierte der Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH) am Montag anhand von Daten des Zentrums für Virologie der MedUni Wien. Zecken seien längst kein reines Sommerphänomen mehr und der Herbst eine gute Gelegenheit, den Impfstatus gegen FSME zu überprüfen, wurde geraten.

Eine Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis könne so rechtzeitig vor der nächsten Zeckensaison geplant werden - gerade in einem Land, in dem nahezu das gesamte Bundesgebiet als FSME-Risikogebiet gilt. Österreich zähle zu den am stärksten von FSME betroffenen Ländern Europas. Regionaler Schwerpunkt bei den Infektionen ist heuer Oberösterreich mit bisher 65 Fällen, gefolgt von Tirol (28) und Salzburg (19).

FSME-Fallzahlen unterliegen deutlichen jährlichen Schwankungen, wurde erläutert. Über die vergangenen Jahre ist die Zahl der FSME-bedingten Spitalsaufenthalte jedoch insgesamt wieder gestiegen. FSME lässt sich nicht ursächlich behandeln. Österreich verdankt seine international beispielhafte FSME-Bilanz einer jahrzehntelang sehr hohen Durchimpfungsrate, betonte der ÖVIH. Doch diese Rate sowie der Anteil jener, die sich regelmäßig auffrischen lassen, gehen seit einigen Jahren zurück.


Auch Todesfälle

Drei bis 28 Tage - meist nach rund acht Tagen - nach einem Zeckenstich kann es laut MedUni zu einer ersten Erkrankungsphase der Frühsommer-Meningoenzephalitis mit Fieber und grippeähnlichen Symptomen kommen. Darauf folgt ein beschwerdefreies Intervall von circa einer Woche, nach dem es zu einer zweiten Erkrankungsphase mit Symptomen einer Infektion des zentralen Nervensystems mit Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gehstörungen kommen kann. In rund einem Drittel dieser Fälle treten Lähmungen an Armen und Beinen oder der Gesichtsnerven auf. Etwa ein Prozent der neurologischen Fälle der Krankheit führt zum Tod.

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