Drei Verletzte

Haus zum Teil in Wiener City eingestürzt: Frau schwer verletzt, aber stabil

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von Quelle: APA, JOYN News

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Nach Hauseinsturz mit drei Toten: Polizei nimmt zwei Männer fest

Videoclip • 01:11 Min • Ab 12


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Bei einem Teileinsturz eines Hauses in der Wiener Innenstadt sind am Sonntagabend drei Personen verletzt worden. Das berichteten Polizei, Feuerwehr und Rettung Montagfrüh. In drei Geschoßen des Gebäudes in der Färbergasse brachen gegen 22.30 Uhr die Decken ein, erläuterte Feuerwehrsprecher Martin Hofbauer. Eine 57-Jährige stürzte aus dem dritten Stock ab und konnte erst nach Stunden befreit werden. Die Frau wurde schwer verletzt, zwei weitere Personen leicht.

Die 57-Jährige landete in dem Trümmerkegel der Gebäudeteile und wurde teilweise verschüttet sowie für die Rettungskräfte zunächst nicht erreichbar eingeschlossen. Der Schutt musste unter schwierigen Bedingungen weggeräumt und vorsichtig angehoben werden. "Wir haben mehrere Stunden gebraucht, um die Person aus dem Trümmerkegel zu befreien", sagte Hofbauer.

Spezialkräfte im Einsatz

Da die Rettungsaktion länger andauerte, wurde ein Team aus Spezialkräften zu der Frau entsandt, erläuterte auch der Sprecher der Berufsrettung Wien, Daniel Melcher. Zwei Mitarbeiter der Seiltechnik-Einsatz-Gruppe (STEG) kümmerten sich in den Stunden um die Verletzte und übernahmen die notfallmedizinische Versorgung an Ort und Stelle.

"Durch die Gabe von Schmerzmedikationen und weiteren Versorgungsschritten konnte die 57-Jährige trotz ihrer schweren Verletzungen Stunden später stabil aus den Trümmern gerettet werden", berichtete er. Die Frau zog sich unter anderem mehrere Brüche sowie Prellungen zu und wurde in den Schockraum eines Krankenhauses gebracht.

Zwei Leichtverletzte

Ein 60-jähriger Bewohner war mit dem einstürzenden Boden zwei Stockwerke abgestürzt. Der Mann zog sich Prellungen sowie Abschürfungen zu, konnte sich aber an ein Fenster retten, wo er von der Feuerwehr geborgen wurde. Er wurde nach der notfallmedizinischen Versorgung ebenso in ein Spital gebracht wie eine 88-jährige Bewohnerin.

Die Frau hatte sich laut Hofbauer in einem nicht direkt vom Einsturz betroffenen Gebäudeteil aufgehalten. Sie wurde mit Atembeschwerden hospitalisiert, berichtete die Rettung.

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Zuvor Bauarbeiten

Parallel zu den Personenbergungen wurden laut Hofbauer die Nachbarhäuser evakuiert, weil zunächst unklar war, ob in diesen ebenfalls Einsturzgefahr bestand. 14 weitere Personen wurden dort ins Freie gebracht. Viele der Betroffenen klagten über Atembeschwerden nach der massiven Staubentwicklung und wurden in den Großraumbussen der Sonder-Einsatz-Gruppe (SEG) der Berufsrettung betreut, erklärte Melcher.

Die Einsatzkräfte waren in der Nacht im Großeinsatz gestanden. Für Feuerwehr und Rettung - neben der Berufsrettung rückten auch die Johanniter und der Sozialmedizinische Dienst (SMD) zum Unglücksort aus - waren die Arbeiten in der Früh abgeschlossen. Die Polizei führt indes Ermittlungen wegen fahrlässiger Gemeingefährdung. In dem Haus hatten Bauarbeiten stattgefunden, berichtete Polizeisprecherin Julia Schick. Für die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner wurden Notunterkünfte organisiert.

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