Bericht: USA bereiten wochenlange Bodenoffensive im Iran vor

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von Agenturen

Kriegsminister Hegseth lässt laut Bericht Bodenoffensive vorbereiten

Bild: APA/APA/AFP/BRENDAN SMIALOWSKI


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Das US-Militär hat Medienberichten zufolge Pläne für einen möglichen Einsatz mit Bodentruppen im Iran vorbereitet. Die potenzielle Bodenoffensive soll kombinierte Einsätze von Truppen der regulären Infanterie und Spezialeinheiten vorsehen, jedoch nicht als vollständige Invasion angelegt sein, wie die "Washington Post" am Samstag (Ortszeit) unter Berufung auf US-Beamte berichtete. Für einen solchen Einsatz wären demnach mehrere Wochen eingeplant.

Ein Bodeneinsatz würde eine Eskalation in eine gefährliche neue Phase des Konfliktes bedeuten, schreibt die Zeitung. Denn US-Soldaten würden am Boden erheblich mehr Gefahren ausgesetzt als bisher, wie etwa dem Beschuss durch iranische Drohnen und Raketen, Gefechten und improvisierten Sprengsätzen. Ob US-Präsident Donald Trump vorhat, die Pläne abzusegnen, war unklar.

Nach Angaben der Quellen der "Washington Post", die anonym über die hochsensiblen Militärpläne sprachen, laufen die Vorbereitungen für eine mögliche Offensive am Boden bereits seit Wochen. US-Außenminister Marco Rubio sagte zuletzt, die USA könnten ihre Kriegsziele auch ohne Bodentruppen erreichen. Kategorisch ausschließen wollte Rubio den Einsatz von Bodentruppen aber nicht.

Berichte verdichten sich

Auch das Portal "Axios" hatte vor wenigen Tagen von Militärplänen berichtet, die für einen "finalen Schlag" zur Beendigung des Kriegs gegen den Iran neben Bombardierungen den Einsatz von Bodentruppen vorsehen. Konkreter umfassen mögliche Szenarien "Axios" zufolge die Einnahme oder Blockade von strategisch wichtigen Inseln in der Straße von Hormuz wie Kharg, wo der Iran einen Großteil seiner Erdölausfuhren abwickelt.

Der Krieg Israels und der USA gegen den Iran befindet sich in der fünften Woche. Die Regierung in Washington hat Marineinfanteristen in den Nahen Osten verlegt und plant zudem, Tausende Soldaten der 82. Luftlandedivision in die Region zu entsenden. Auch das "Wall Street Journal" hatte berichtet, dass es sich bei den bis zu 10.000 weiteren US-Soldaten, deren Entsendung in die Golf-Region derzeit erwogen werde, um Infanteristen handeln dürfte.

Warnung aus Teheran

Der Iran warnte die USA am Sonntag vor einem Krieg am Boden. "Zweifelt keinen Augenblick an der Entschlossenheit unserer Soldaten", sagte Parlamentspräsident Mohammad Baqwr Qalibaf der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA zufolge. Der Iran sei sich sicher, dass er die USA bestrafen und zur Reue bewegen könne, sodass diese es nicht mehr wagen würden, das Land anzugreifen. Man befinde sich in einem "großen Weltkrieg", so Qalibaf.

Er äußerte sich zudem skeptisch zu Vermittlungsversuchen. Die USA signalisierten Verhandlungsbereitschaft, planten aber heimlich eine Bodenoffensive. Der Sprecher der iranischen Streitkräfte sagte dem Staatssender IRIB zufolge, eine Bodenoffensive oder Besetzung eines Teils des iranischen Territoriums sei ein "Wunschtraum", man warte nur auf solch eine Aktion.

In deutlich schärferem Ton äußerten sich die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) zu einer möglichen Bodenoffensive. "(US-Präsident Donald) Trump würde mit einer solchen Aktion die amerikanischen Truppen den Haien im Persischen Golf zum Fraß vorwerfen", erklärten die IRGC gegenüber IRIB. Trump sei eine "verlogene Person ohne psychisches Gleichgewicht" und direkt verantwortlich für die aktuelle Misere und die daraus entstehenden Schäden.

Zuvor hatten US-Medien berichtet, dass das US-Militär Pläne für einen möglichen Einsatz mit Bodentruppen im Iran vorbereitet hat. Zugleich bemühen sich Pakistan, Ägypten, Saudi-Arabien und die Türkei bei einem Treffen der Außenminister in Islamabad um Deeskalation.

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