Bodenmosaik der Kathedrale von Siena wieder zu sehen
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von AgenturenDie Bodenmosaike der Kathedrale von Siena sind nun wieder zu sehen.
Bild: APA/APA/AFP/FABIO MUZZI
Anlässlich des von Papst Leo XIV. ausgerufenen Franziskus-Jahres wird in der Kathedrale von Siena erneut das berühmte Fußbodenmosaik des Doms freigelegt. Die Initiative steht im Zusammenhang mit den Gedenkfeiern zum 800. Todestag des heiligen Franz von Assisi, der 1226 verstarb. Die außergewöhnliche Öffnung des Marmorbodens der Kathedrale ist für die Zeiträume vom 27. Juni bis 31. Juli sowie vom 18. August bis 15. November vorgesehen, teilte das Erzbistum Siena mit.
Der Boden der Kathedrale von Siena gilt als eines der bedeutendsten Bodenkunstwerke der italienischen Kunstgeschichte und ist normalerweise zum Schutz vor Abnutzung abgedeckt. Er besteht aus über 50 Bildtafeln mit biblischen, allegorischen und historischen Szenen. Aus konservatorischen Gründen ist er normalerweise nur zeitweise sichtbar, um ihn vor Abnutzung zu schützen. Neben dem Boden sollen Besucher auch Werke von Künstlern wie Nicola und Giovanni Pisano, Donatello, Michelangelo und Gian Lorenzo Bernini sehen können.
Umfangreiches Kulturprogramm unter dem Titel "Das höchste Gut"
Das diesjährige Kulturprogramm steht unter dem Titel "Il Sommo Bene" ("Das höchste Gut") und greift ein Zitat aus dem Gebet des heiligen Franz von Assisi auf. Im Rahmen der Veranstaltungen sind auch Musik- und Bildungsveranstaltungen geplant. Für die Zeit nach Abschluss der Öffnung planen die beteiligten Institutionen zudem einen internationalen Wettbewerb für zeitgenössische Kunst. Dieser soll sich künstlerisch mit dem Bodenmosaik des Doms und dem kulturellen Erbe der Kathedrale auseinandersetzen.
Die Kathedrale von Siena ist eine der bedeutendsten Kirchen Italiens und ein Meisterwerk der italienischen Gotik. Sie befindet sich im historischen Zentrum von Siena in der Toskana und wurde im 13. und 14. Jahrhundert erbaut, mit späteren Erweiterungen, die nie vollständig abgeschlossen wurden. Besonders auffällig ist die markante Fassade aus weißem und grün-schwarzem Marmor, die der Kirche ein starkes Streifenmuster verleiht. Dieses charakteristische Design setzt sich auch im Inneren fort und macht den Dom zu einem der eindrucksvollsten Sakralbauten Europas. Besonders berühmt ist auch die Piccolomini-Bibliothek, die mit Fresken von Pinturicchio reich ausgeschmückt ist.
Die Kathedrale gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und bildet zusammen mit dem angrenzenden Baptisterium und dem Museo dell'Opera Metropolitana ein einzigartiges Ensemble mittelalterlicher und Renaissance-Kunst.






