Bordeaux: Entwarnung wegen Magen-Darm-Infekts bei Kreuzfahrt

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von Agenturen

Das Schiff muss vorerst im Hafen bleiben

Bild: APA/APA/AFP/CHRISTOPHE ARCHAMBAULT


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Entwarnung auf einem britischen Kreuzfahrtschiff vor Bordeaux: Die französischen Behörden haben am Mittwochabend eine zuvor verhängte Quarantäne teilweise wieder aufgehoben. Analysen hätten bestätigt, dass an Bord ein "Magen-Darm-Infekt viralen Ursprungs" umgehe. Einen Zusammenhang mit dem Hantavirus, das auf einem anderen Kreuzfahrtschiff zu drei Todesfällen geführt hatte, schlossen die Behörden nun aus.

Passagiere und Besatzungsmitglieder ohne Symptome dürften von Bord gehen. Wer krank sei, solle sich aber weiter isolieren, hieß es. Nach dem Tod eines 92 Jahre alten Fahrgasts und Magen-Darm-Beschwerden bei etwa 50 weiteren Passagieren war das Kreuzfahrtschiff "Ambition" unter Quarantäne gestellt worden. Der Mann aus Großbritannien starb an einem Herzinfarkt, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten.

An Bord des Schiffes befanden sich mehr als 1700 Menschen, unter ihnen gut 1200 überwiegend britische und irische Passagiere sowie 514 Besatzungsmitglieder. Die Erkrankten wurden vom Schiffsarzt versorgt und in ihren Kabinen isoliert. ́ Das Schiff "Ambition" der in Großbritannien ansässigen Reederei Ambassador Cruise Line war am 6. Mai von den Shetlandinseln ausgelaufen und sollte von Bordeaux aus weiter nach Spanien fahren. Zuvor hatte es Stopps in Belfast, Liverpool und Brest in Frankreich eingelegt.

Nach ersten Untersuchungen sind die Erkrankten nicht mit Noroviren infiziert, die sehr ansteckend sind und Durchfall und Erbrechen auslösen. Die Gesundheitsbehörden kündigten aber weitere Untersuchungen an. Möglicherweise habe es ein Problem mit verdorbenen Lebensmitteln gegeben. Ein 52-jähriger Passagier aus Belfast teilte der Nachrichtenagentur AFP in einer Facebook-Nachricht mit: "Wir halten uns an die Hygienevorschriften. Es ist nicht so schlimm wie während Covid. Die Leute machen einfach, was sie normalerweise tun."

92-jähriger Brite starb an Herzstillstand

Die Symptome der Passagiere - Erbrechen und Durchfall - begannen am Montag, als das Schiff vor Brest vor Anker lag. Dort starb auch der 92-Jährige an einem Herzstillstand. Sein Tod stehe nicht in Verbindung mit den Magen-Darm-Beschwerden der anderen Passagiere, erklärten die Behörden. Die Reederei des auf den Bahamas registrierten Schiffes teilte am Mittwoch auf ihrer Facebook-Seite mit, sie sei über "einen Anstieg der Infektionsfälle nach dem Einschiffen in Liverpool" am 9. Mai informiert worden.

Auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" war es während einer Fahrt von Argentinien zu den Kapverden zu einem Hantavirus-Ausbruch gekommen, bei dem drei Passagiere starben. Bei zwei von ihnen wurde das Virus nachgewiesen, bei dem dritten Todesopfer gilt eine Hantavirus-Infektion nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als wahrscheinlich.

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