Jahrestag

Bundesregierung gedenkt Opfer von Grazer Amoklauf

Veröffentlicht:

von Quelle: APA, JOYN News

ZIB 9:00

Stiller Jahrestag nach Amoklauf in Grazer Schule

Videoclip • 01:18 Min


- Anzeige -
- Anzeige -

Am Jahrestag des verheerenden Amoklaufs am BORG Dreierschützengasse in Graz gedenkt die Bundesregierung der Opfer, Verletzten und Angehörigen. Im heutigen Ministerrat soll dafür auch eine Gedenkminute stattfinden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Jahrestag des Amoklaufs an einer Grazer Schule gedenkt die Bundesregierung der Opfer.

Am 10. Juni 2025 war ein ehemaliger Schüler mit zwei Schusswaffen in das Schulgebäude eingedrungen und hatte dort wahllos auf Menschen gefeuert. Neun Schülerinnen und Schüler sowie eine Lehrkraft wurden getötet, weitere elf Personen schwer verletzt.

Die Ereignisse vom 10. Juni 2025 hätten das Land tief erschüttert und deutlich gemacht, wie wichtig Prävention, gesellschaftlicher Zusammenhalt und der Schutz junger Menschen sind, hieß es. Das verursachte menschliche Leid könne der Staat nicht wieder gutmachen, es gelte jedoch umso mehr, Betroffene zu unterstützen und zu begleiten.


- Anzeige -
- Anzeige -

Politik will bei weiteren Maßnahmen nachschärfen

"Auch heute gibt es keine Worte, um den Schmerz, die Fassungslosigkeit und die Trauer auszudrücken, die durch diesen Gewaltexzess eines Einzelnen angerichtet wurde", wurde Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) in einer Aussendung zitiert. "Menschlichkeit und Mitgefühl sind unsere stärkste Antwort auf Hass und Gewalt. Heute und jeden Tag. Wir werden euch nie vergessen."

Auch Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) betonte, der Amoklauf habe "sich tief in das Gedächtnis unserer Gesellschaft eingebrannt". Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) erklärte: "Schulen müssen ein sicherer Ort sein, damit sich Kinder und Jugendliche bestmöglich entfalten können. Unsere Sicherheit beginnt mit guter psychischer Gesundheit." Bundespräsident Alexander Van der Bellen erinnerte im Kurznachrichtendienst X an die Tat. "Es bleibt unsere Aufgabe, alles zu tun, um die Hinterbliebenen zu unterstützen mit allem, was wir als Gemeinschaft haben", hieß es von ihm dazu.

Neben den Sofortmaßnahmen, die zur Unterstützung der Betroffenen auf den Weg gebracht wurden, hat sich die Bundesregierung zum Ziel gemacht, das Verbrechensopfergesetz mittels einer Novellierung weiterzuentwickeln. Geplant seien insbesondere die Verdoppelung der Pauschalentschädigung für Schmerzengeld, erleichterte Ansprüche für vulnerable Opfergruppen sowie ein Ausbau der psychosozialen und klinisch-psychologischen Unterstützung. Der Gesetzesentwurf werde nun zur Begutachtung vorgelegt.

Der 21-Jährige hatte damals nach der Tat Suizid begangen. Wie die im Mai abgeschlossenen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergaben, handelte es sich bei ihm um einen Einzeltäter.

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken