Großbritannien

Epstein-Skandal: Polizei prüft weitere Vorwürfe gegen Ex-Prinz Andrew

Aktualisiert:

von Quelle: APA, JOYN News

Britischer Ex-Prinz Andrew (Archivbild)

Bild: APA/APA/AFP/DANIEL LEAL


- Anzeige -
- Anzeige -

Die britische Polizei geht in ihren langwierigen Ermittlungen gegen den früheren Prinzen Andrew mehreren Ansätzen nach. Das geht aus einer Mitteilung der Thames Valley Police hervor. Dabei nehmen die Ermittler auch mögliches sexuelles Fehlverhalten in den Blick. Der jüngere Bruder von König Charles III. (77) war im Februar im Zuge des Skandals um den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zwischenzeitlich festgenommen worden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die britische Polizei untersucht im Fall des früheren Prinzen Andrew neue Hinweise, darunter auch mögliche sexuelle Vergehen im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal.

  • Andrew bestreitet die Vorwürfe, steht aber weiterhin wegen seiner engen Verbindung zu Jeffrey Epstein und mutmaßlichem Fehlverhalten unter Druck.

Zusätzlich zu den Ermittlungen prüfen die Ermittler derzeit den Angaben nach Berichte, wonach "eine Frau im Jahr 2010 zu sexuellen Zwecken zu einer Adresse in Windsor gebracht worden sein soll", heißt es in der Mitteilung. Die Polizei habe Kontakt mit der rechtlichen Vertretung der Frau aufgenommen, um klarzustellen, dass eine mögliche Anzeige mit Sorgfalt und Sensibilität behandelt werden würde.

Andrew steht unter Verdacht, in seiner früheren Rolle als Handelsbeauftragter der britischen Regierung sensible Informationen an Epstein weitergegeben zu haben. Der 66-Jährige wurde aus seiner offiziellen Rolle in der Königsfamilie verbannt, ihm wurden alle Titel und Ehren aberkannt.


- Anzeige -
- Anzeige -

Berichte: Sorge unter Ermittlern

Der Straftatbestand des Fehlverhaltens im öffentlichen Amt könne jedoch "verschiedene Formen annehmen", sagte Assistant Chief Constable Oliver Wright der Mitteilung zufolge. Der Bestand umfasst britischen Medien zufolge demnach auch mögliches sexuelles Fehlverhalten.

Die Polizei spricht derzeit mit einer Reihe an Zeugen und durchforstet "eine große Menge an Informationen", sagte Wright. "Wir sind entschlossen, alle plausiblen Ermittlungsansätze gründlich zu verfolgen, wohin auch immer sie führen mögen."

Die Ermittler sollen nach Berichten britischer Medien besorgt darüber sein, dass die Öffentlichkeit den Eindruck gewinne, die Ermittlungen konzentrieren sich nur auf die Vorwürfe, Andrew habe während seiner Zeit als Handelsbeauftragter sensible Informationen weitergegeben. Der rechtliche Tatbestand sei jedoch weitaus umfassender.

Mountbatten-Windsor war eng mit Sexualstraftäter Epstein befreundet. Der 2019 in Haft gestorbene Multimillionär betrieb jahrelang einen Missbrauchsring, dem zahlreiche minderjährige Mädchen und junge Frauen zum Opfer fielen.

Eines der Opfer, die inzwischen verstorbene Virginia Giuffre, warf Andrew vor, sie mehrfach missbraucht zu haben, zum Teil als sie noch minderjährig war. Der Ex-Prinz bestreitet die Vorwürfe, doch eine Zivilklage Giuffres in den USA endete Berichten zufolge in einem millionenschweren Vergleich.

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken