Gestrandeter Buckelwal zu Lastkahn gebracht
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von AgenturenMit Gurten zogen die Helfer den Wal in den Lastkahn
Bild: APA/APA/dpa/Jens Büttner
Die Bergungsaktion des in der Ostsee in Deutschland gestrandeten Buckelwals ist ihrem Ziel einen Schritt näher gekommen. Die Beteiligten zogen den Wal am Dienstag in einer stundenlangen Aktion mit Gurten zu einem Lastkahn, der das Tier Richtung Nordsee befördern soll. Für den Weg zum Schiff wurde in den vergangenen Tagen eine gut 100 Meter lange Rinne gebaggert. Um 14.45 Uhr war das Tier schließlich in der sogenannten Barge, also einer Art schwimmendem Becken.
"Mir fällt wirklich ein Stein vom Herzen", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus im Hafen von Kirchdorf. "Ich war auch kurz davor, ins Wasser zu springen, um ihm noch auf den letzten Meter mitzuhelfen". Er habe sich dann aber zusammengerissen. Der Minister gestand, er habe auf dem Schiff, von wo er die Aktion beobachtete, geweint.
Jubel und Tränen bei Helfern und dem Minister
Nach der Aktion fielen sich die Helfer der privaten Rettungsinitiative im Hafen in die Arme, bei manchem rollt eine Träne der Erleichterung nach Wochen der Anspannung. Bei ihrer Ankunft im Hafen von Kirchdorf werden sie von den Anwesenden teils mit Jubel und Klatschen empfangen. "Die Hoffnung haben wir nie aufgegeben", sagte eine Schaulustige vor Ort.
Doch die Reise im schwimmenden Becken in Richtung Nordsee steht noch bevor. Sie sollte gegen Abend starten, wenn die See ruhiger wird, so Backhaus.
Meeressäuger mit Gurten zum Lastkahn gebracht
Der Bergungsversuch des gestrandeten Buckelwals in der Ostsee in Deutschland war Dienstagfrüh angelaufen. Helfer hatten im Hafen von Kirchdorf auf Poel Boote bestiegen und waren zum Wal hinausgefahren, der seit vier Wochen in einer flachen Bucht der Insel vor Wismar feststeckt. Sie begannen, dem Tier Gurte anzulegen, um ihn durch eine ausgebaggerte Rinne zu einem bereitliegenden Lastkahn zu führen, wie in Livestreams zu erkennen war. Der Wal ließ die Prozedur zunächst ruhig über sich ergehen.
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