Feuerpause "ist vorbei"
"Werden sie wieder hart treffen": Trump kündigt Angriff gegen den Iran an
Veröffentlicht:
von Quelle: APA, JOYN NewsPULS 24 Live
USA greifen Iran wieder an: Anspannung beim NATO-Gipfel
Videoclip • 09:56 Min
Nach der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump mit weiteren US-Angriffen heute Nacht gedroht. Das US-Militär habe den Iran mit seinen Attacken vergangene Nacht "hart getroffen" und "wir werden sie höchstwahrscheinlich auch heute Nacht wieder hart treffen", sagte Trump am Mittwoch bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Rande des NATO-Gipfels im türkischen Ankara.
Das Wichtigste in Kürze
US-Präsident Donald Trump drohte nach den jüngsten US-Luftangriffen auf den Iran mit weiteren Angriffen und erklärte die vereinbarte Waffenruhe für beendet.
Während die NATO-Führung die US-Einsätze unterstützte, kritisierte Trump die Bündnispartner erneut wegen mangelnder Unterstützung im Iran-Konflikt.
Trump zeigte sich nicht glücklich über das "sehr schlechte Benehmen" der Führung in Teheran. Zugleich sagte er, dass er abwarten wolle, "wie sich alles entwickelt".
Das US-Militär hatte in Reaktion auf Attacken gegen Tanker in der Straße von Hormuz in der Nacht auf Mittwoch Dutzende Ziele im Iran bombardiert. Zudem setzten die USA Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Irans Militär kündigte Medienberichten zufolge eine Reaktion auf die US-Angriffe an. Kurz darauf meldete die Armee des mit Washington verbündeten Golfstaats Kuwait feindlichen Beschuss. Auch in Bahrain heulten am frühen Morgen die Sirenen. Eigentlich hatten die USA und der Iran eine Waffenruhe vereinbart.
Nach den Angriffen der US-Streitkräfte auf Ziele im Iran hat US-Präsident Donald Trump die Feuerpause mit der Islamischen Republik für beendet erklärt. "Was mich betrifft, ist sie vorbei", sagte Trump am Mittwoch auf dem NATO-Gipfel in Ankara auf die Frage eines Journalisten zur Mitte Juni in Kraft getretenen Waffenruhe. "Es ist reine Zeitverschwendung, sich mit ihnen abzugeben", sagte Trump weiter über die iranische Führung.
Trump fügte hinzu: "Das sind fiese Typen, deshalb haben sie es auf jeden abgesehen, wahrscheinlich auch auf mich. Ich stehe schon seit Jahren ganz oben auf ihrer Liste. Und sie sind ein Haufen Abschaum, um ehrlich zu sein. Sie sind Abschaum." Auf die Frage, ob seine Aussagen nun bedeuteten, dass Gespräche mit dem Iran nicht wieder aufgenommen würden, sagte Trump: "Das ist mir egal. Sie können reden, aber ich glaube, sie verschwenden ihre Zeit."
Er werde jedoch mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner über die Verhandlungen mit Teheran sprechen, sagte Trump. "Ich werde unseren wunderbaren Unterhändlern erlauben weiterzureden, wenn sie wollen, aber ich sehe es nicht", sagte der US-Präsident. Die Angriffe der USA auf iranische Ziele in der Nacht auf Mittwoch bezeichnete Trump als "sehr heftig" und ergänzte: "Wir haben ihnen gestern Abend sehr hart zugesetzt, sehr hart."
NATO-Mitglieder betonen Unterstützung für die USA
NATO-Generalsekretär Mark Rutte hatte beim Gipfeltreffen in Ankara die US-Angriffe als "absolut notwendig" bezeichnet. Der Iran habe die bestehende Waffenruhe "im Grunde genommen verletzt", sagte Rutte. Es sei "absolut entscheidend, dass die USA entschlossen reagieren", fügte er hinzu.
Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan lobte die entschlossene Haltung von US-Präsident Donald Trump bei den Bemühungen um einen dauerhaften Frieden mit dem Iran. Dies sagt Erdogan zur Eröffnung des NATO-Gipfels in Ankara - kurz nachdem Trump das vorläufige Waffenstillstandsabkommen für beendet erklärt hat. Zudem dankt der türkische Staatschef den Verbündeten Deutschland, Spanien, Italien und den USA für die Unterstützung bei der Luftabwehr während des Iran-Krieges.
Dennoch äußerte sich Trump einmal mehr erbost über die NATO-Partner. "Ich bin sehr verärgert über die NATO", sagte er bei seinem Treffen mit Rutte. Die Allianz sei im Iran-Krieg nicht bereit gewesen, "uns zu helfen".
Mehr entdecken

München
Zwei Schwerverletzte nach mutmaßlicher Gewalttat an Schule in Bayern

ÖVP
Markus Gstöttner wird neuer ÖVP-Generalsekretär

Maßnahmen zum Schutz
Smartphone geklaut: Was man jetzt tun sollte

Fahndung erfolgreich
Wien: Vermisste Neunjährige bei Verwandten gefunden

Fußball
WM 2026: Das sind die Viertelfinal-Duelle im Überblick

Wien
Nationalrat startet mit Budgetdebatte


