Glasner gewinnt mit Crystal Palace die Conference League
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von AgenturenMateta schoss Palace zum ersten internationalen Titel
Bild: APA/APA/AFP/RONNY HARTMANN
Oliver Glasner hat im letzten Spiel als Trainer von Crystal Palace den ersten internationalen Titelgewinn für den Londoner Club gefeiert. Die "Eagles" siegten am Mittwochabend im Finale der Conference League gegen Rayo Vallecano mit 1:0 (0:0). Jean-Philippe Mateta traf in der Leipziger Arena in der 51. Minute entscheidend. Glasner durfte nach den Erfolgen im FA-Cup und im Community Shield im Vorjahr die dritte Trophäe mit Palace bejubeln.
Die Zeit des Oberösterreichers beim 15. der abgelaufenen Premier-League-Saison geht nach dem Finale nach knapp zweieinhalb Jahren zu Ende. Seine Hoffnung auf ein "perfektes Ende" erfüllte sich. Für den 51-Jährigen ist es bereits der zweite Europacup-Sieg als Chefcoach. Mit Eintracht Frankfurt hatte er 2022 die Europa League gewonnen. Dort darf in der kommenden Saison nun auch Crystal Palace antreten.
Für beide Seiten war es das größte Spiel der Clubgeschichte. Palace hatte vor etwas mehr als einem Jahr die FA-Cup-Trophäe geholt und sich dadurch auf die internationale Bühne gehievt. Rayo etablierte sich hingegen in Spaniens Liga zuletzt als Top-Zehn-Club. Das Team aus dem Madrider Arbeiterbezirk Vallecas hatte sich ebenfalls eher überraschend ins Endspiel vorgearbeitet. Der größte Erfolg des Vereins: der Titel in der zweiten spanischen Liga 2018.
Maue erste Halbzeit
Vor etwas mehr als 39.000 Zuschauern startete Palace mit aggressivem Pressing ins Spiel und versuchte, dem Gegner keine Räume zu lassen. Die erste gefährlichere Szene der Partie durch Angreifer Alemao konnte nach 25 Minuten dennoch Rayo verbuchen. Die Spanier steigerten sich, eine gewisse Nervosität war beiden Teams aber anzumerken. Defensive Stabilität zu zeigen war die oberste Prämisse. Für Palace ergab sich schon in der Nachspielzeit der ersten 45 Minuten aber noch die eine große Chance auf die Führung.
Adam Wharton fand mit einer idealen Hereingabe Tyrick Mitchell im Strafraum, der Linksverteidiger konnte den Kopfball aus wenigen Metern aber nicht platziert setzen. Glasner konnte es an der Seitenlinie kaum fassen. Am Ende einer mauen ersten Halbzeit standen nur sechs Schüsse in Richtung gegnerisches Tor. Die beiden Torhüter mussten bei keinem davon eingreifen.
Mateta staubt ab
Der erste Torschuss sollte schließlich entscheidend werden. Wharton wurde im Mittelfeld nicht attackiert und zog ab, Rayo-Torhüter Augusto Batella konnte den Ball nur prallen lassen, Mateta staubte ab. Fünf Minuten später hatte Rayo Riesenglück, nicht 0:2 zurückzuliegen. Ein Freistoß des spanischen Teamspielers Yeremy Pino prallte von Innenstange zu Innenstange, aber nicht ins Tor. Mateta vergab eine weitere Minute später die nächste große Chance, Batella konnte gegen den Franzosen parieren.
Rayo-Trainer Inigo Perez reagierte mit Wechseln. Seine Elf wurde gefährlicher und warf mit höherem Risiko nun mehr nach vorne. Palace war in der Abwehr schwer gefordert, ließ aber kaum mehr etwas zu. Entlastung gab es für die Engländer nur noch wenig. Rayo fehlte offensiv jedoch die Qualität, um den Abwehrriegel zu knacken. Glasner durfte jubeln. Zwei Europacup-Titel hatten aus der österreichischen Trainerriege bisher nur Ernst Happel (1970 Meistercup mit Feyenoord, 1983 Meistercup mit HSV) und der gebürtige Ungar Bela Guttmann (1961 und 1962 Meistercup mit Benfica) gewonnen.
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