Goldenstein-Nonnen: Vatikan setzt Erzabt als Vermittler ein

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Die drei Nonnen von Goldenstein

Bild: APA/APA/BARBARA GINDL/BARBARA GINDL


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Im Fall der drei betagten Nonnen von Goldenstein in Elsbethen bei Salzburg hat nun der Vatikan eingegriffen: Die zuständige Behörde ernannte den Salzburger Erzabt Jakob Auer (35) zum Assistenten des Apostolischen Kommissars Markus Grasl, teilten am Dienstag die Helferinnen der Nonnen laut Kathpress mit. Am Abend gab es allerdings Unklarheiten um den Verbleib der drei Frauen. Sie seien offenbar aus dem Kloster verschwunden, hieß es in einer Aussendung Grasls.

Erst hatte es geheißen, die Schwestern hätten eine geplante Reise nach Rom abgesagt, die heute begonnen hätte. Nun seien sie unauffindbar - "ohne jegliche Information an die zuständigen Ordensoberen". "Sollten die Schwestern bis morgen nicht wieder im Kloster auftauchen, sehen wir uns gezwungen die Behörden zu informieren und Anzeige zu erstatten", sagte Grasl. Eine Sprecherin der Nonnen war auf Kathpress-Anfrage bisher nicht erreichbar.

"Wir haben am späten Nachmittag erfahren, dass die Schwestern nicht in Kloster sind", bestätigte Harald Schiffl, Sprecher von Grasl, gegenüber der APA. Die Gespräche über einen weiteren Verbleib der drei Ordensfrauen im Kloster Goldenstein wären sehr gut verlaufen, man sei kurz vor einer Vereinbarung gestanden, sagte Schiffl. Umso unverständlicher wäre nun das Verschwinden der Nonnen.

Ziel ist eine Vereinbarung mit Verbleib im Kloster

Die drei Augustiner-Chorfrauen waren im vergangenen September gegen den Willen ihres zum Apostolischen Kommissar bestimmten Oberen von einem Seniorenheim in ihr früheres Kloster zurückgekehrt, das mittlerweile der Erzdiözese Salzburg und dem Stift Reichersberg gehört. Die Rückkehr sorgte weltweit für enormes mediales Interesse. Da sich in der Folge die drei Nonnen und der für sie verantwortliche Propst Grasl nicht auf eine Lösung einigen konnten, wandte sich zunächst Grasl an das Dikasterium im Vatikan, das weltweit für Orden zuständig ist. Kurz darauf haben auch die Chorfrauen den Vatikan kontaktiert und um Entbindung Grasls sowie die Einsetzung eines neuen Apostolischen Kommissars ersucht.

Der Vatikan entschied sich nun für einen Mittelweg: Er beließ zwar Grasl in seiner Funktion, stellte ihm aber den jungen Salzburger Erzabt zur Seite, der nun mithelfen soll, eine Vereinbarung auszuarbeiten, die dem Wunsch der Schwestern Rechnung trägt, im Kloster Goldenstein wohnhaft zu bleiben. Propst Grasl bleibt der Ordensobere der Schwestern.

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