Ehemaliger Mitarbeiter
Rattengift in Hipp-Gläsern: Verdächtiger in U-Haft
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von Quelle: APA, JOYN NewsEISENSTADT - ÖSTERREICH: ++ THEMENBILD ++ ZU APA0079 VOM 19.4.2026 - Ein Hipp-Babykostgläschen "Karotten mit Kartoffeln" aufgenommen am Sonntag, 19. April 2026, in Eisenstadt. Im Fall um mögliche Erpressung mit vergifteten Babykostgläschen von Hipp dürfte ein zweites manipuliertes Behältnis im Burgenland gekauft worden sein.
Bild: APA/APA/THEMENBILD/TOBIAS STEINMAURER
Im Fall des Erpressungsversuchs gegen den deutschen Babykosthersteller Hipp ist am Dienstag U-Haft über den am Samstag im Bundesland Salzburg Festgenommenen verhängt worden.
Das Wichtigste in Kürze
Über einen 39-jährigen Verdächtigen im Fall eines Erpressungsversuchs gegen den Babynahrungshersteller Hipp wurde Untersuchungshaft verhängt.
Er bestreitet die Vorwürfe, die Ermittlungen laufen weiter.
Dies teilte die Staatsanwaltschaft Eisenstadt gegenüber der APA mit. Der 39-Jährige bestreitet alle Vorwürfe. Sein Anwalt erklärte in Medien, dass an dessen Wohnadresse gefundenes Rattengift für seine Landwirtschaft in der Slowakei gedacht sei. Die Polizei äußerte sich dazu auf APA-Anfrage nicht.
Ehemaliger Mitarbeiter im Visier
Der Verdächtige wurde am Samstagvormittag festgenommen, befand sich dann in Polizeigewahrsam und wurde am Sonntag in die Justizanstalt Eisenstadt überstellt. Am Dienstag wurde über ihn die Untersuchungshaft für die nächsten 14 Tage verhängt.
Anwalt Manfred Arbacher-Stöger hatte sich überzeugt gezeigt, dass sein Mandant mit der Sache "nichts zu tun hat". Der gebürtige Slowake war ein ehemaliger Mitarbeiter des Babykostherstellers, sei aber einvernehmlich gekündigt worden.
Dass bei der Hausdurchsuchung Rattengift sichergestellt worden war, erklärte der Anwalt damit, dass der Mann in der Slowakei eine kleine Landwirtschaft betreibe. Die Landespolizeidirektion Burgenland kommentierte dies nicht.
Gutachten zu Rattengift noch ausständig
Das Ergebnis des Gutachtens über die Toxizität der Rattengift-Menge, die im sichergestellten Hipp-Glas gefunden wurde, ist indes noch offen.
Es enthielt 15 Mikrogramm des Giftes. Hiervon hängt auch ab, was dem Mann schließlich vorgeworfen wird. Bis jetzt wurde gegen ihn wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung und versuchter absichtlich schwerer Körperverletzung ermittelt, wobei auch eine Ausweitung der Vorwürfe um versuchte schwere Nötigung erwägt wird. Ein zweites Glas, das in derselben Spar-Filiale in Eisenstadt verkauft und ebenfalls mit Rattengift manipuliert worden sein soll, ist bisher nicht aufgetaucht.
In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden im April insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser vor dem Verzehr sichergestellt. Die deutschen Behörden ermitteln in dem Fall wegen des Verdachts der versuchten Erpressung des Babykostherstellers.
Der Rückruf der Hipp-Produkte bei Spar war in der Nacht auf 18. April öffentlich geworden. Hinweise hatte es konkret zum Artikel Hipp "Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel" 190 Gramm gegeben. Vorsorglich nahmen auch andere Supermärkte das Produkt aus dem Verkauf.
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