Hohe Temperaturen sorgen für mehr Unfälle
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von AgenturenBei Hitze auf höhere Unfallgefahr achten
Bild: APA/APA/dpa/Benjamin Westhoff
In den Sommermonaten verlegen viele ihre Aktivitäten ins Freie, was jedoch für fast 70.000 Österreicher und Österreicherinnen etwa nach einem Spaziergang, dem Bergwandern oder sportlichen Aktivitäten mit einem Besuch in der Notaufnahme endet. Wie es am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien hieß, erhöht die zunehmende Hitze das Risiko für Freizeitunfälle, etwa durch sinkende Konzentration oder Hitzschlag.
Rund 44 Prozent der Freizeitunfälle während der Sommermonate ereignen sich beim Sport - alleine beim Fußball wurden im Vorjahr 8.700 Verletzte gezählt, beim Wandern und Klettern 5.300, sagte Christian Schimanofsky, Direktor des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit). Hohe Temperaturen sorgen für mehr Erschöpfung, weniger Konzentration, wovon nicht nur Kleinkinder und Ältere, sondern auch sportlich aktive Menschen betroffen sind.
Hitze beeinträchtigt mentalen Zustand
Zwischen Hitze und Unfällen gebe es zwar keine unmittelbare Kausalität, betonte Wolfgang Schobersberger, Leiter des Instituts für Sport-, Alpinmedizin und Gesundheitstourismus. Doch schon ein Grad zusätzliche Körperkerntemperatur erhöht die Frequenz des Herzens um 25 Schläge. Zudem wird der mentale Zustand beeinträchtigt. "Die Konzentration nimmt ab." So kommt es beim Bergwandern vor allem beim Abstieg zu Stürzen und dies hauptsächlich bei Personen ab 50 aufwärts.
Der Mediziner empfahl u.a., Warnsignale des Körpers wie Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit, ernst zu nehmen. Wichtig seien auch ausreichendes Trinken, das Verlegen körperlicher Aktivitäten in kühlere Tageszeiten und eine realistische Selbsteinschätzung beim Sport. Nicht vergessen sollte man auch auf die finanzielle Vorsorge, betonte der Verband der Versicherungsunternehmen: Die über die unmittelbare medizinische Behandlung hinausgehenden Folgen von Freizeitunfällen würden nur von einer privaten Unfallversicherung getragen. Und über eine solche verfügt nur etwa die Hälfte der Bevölkerung.
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