Iran-Krieg

Trump: Straße von Hormuz "Neues US-Territorium"

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von Quelle: APA, JOYN News

Joyn News

Wieder Streit um Straße von Hormus

Videoclip • 01:49 Min • Ab 12


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Die Straße von Hormuz bleibt nach Angaben des Irans so lange geschlossen, bis die USA die Bedingungen des vorläufigen Abkommens erfüllten. Das erklärte der iranische Chefunterhändler Mohammed Baqer Qalibaf am Dienstag. US-Präsident Donald Trump veröffentlichte unterdessen auf seiner Plattform Truth Social eine Karte mit der Straße von Hormuz und der Überschrift "New U.S. Territory" (Neues US-Gebiet).

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Iran will die Straße von Hormus geschlossen halten, bis die USA Bedingungen eines vorläufigen Abkommens erfüllen, während der Schiffsverkehr stark eingebrochen ist.

  • Gleichzeitig nehmen die Spannungen weiter zu, unter anderem durch einen Angriff auf ein Schiff und eine Huthi-Attacke auf eine Raffinerie in Saudi-Arabien.

Bereits vor wenigen Tagen hatte der Republikaner gesagt, die Meerenge nach dem Ende des Iran-Krieges zu US-Territorium erklären zu wollen. Laut dem für die Region zuständigen US-Kommando CENTCOM hat die US-Marine im Zuge ihrer Seeblockade gegen iranische Häfen nach neuen Angaben 64 Handelsschiffe umgeleitet, drei außer Gefecht gesetzt und zwei geentert.


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Teheran: Illusionen des Verblendeten korrigieren

Kritik auf Trumps Post folgte prompt. "Bald wird sich seine Illusion bezüglich der Straße von Hormuz entweder korrigieren, oder wir werden die Illusionen dieses Verblendeten korrigieren", schrieb Irans Vizeaußenminister Kasem Qaribabadi auf X. Zuletzt hatten die Fundamentalisten in der iranischen Führung für eine offensivere Konfrontation mit den USA geworben.

Trump könne sich aus dem Krieg nicht zurückziehen, schrieb Vali Nasr, Professor an der Johns Hopkins University in Washington, auf X. "Das würde einen Waffenstillstand und ein gewisses Maß an Kontrolle über den Krieg erfordern, die er nicht hat. Der Krieg befindet sich in einer Warteschleife, wobei jede Seite auf den richtigen Moment und die richtige Gelegenheit zum Zuschlagen wartet." Irans Führung sei darauf vorbereitet, Trumps Pläne durch Eskalation zu stören, fügte er hinzu.

Ein Schiff ist in der Straße von Hormuz nach Angaben der britischen Seeschifffahrtsbehörde UKMTO von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Es gebe Schäden im Maschinenraum und ein Opfer unter der Besatzung, teilte die UKMTO mit. Die restliche Crew werde von der omanischen Küstenwache unterstützt. Berichte über Umweltschäden lagen nicht vor, die Behörden ermitteln.

Der Schiffsverkehr durch die Meerenge ist stark beeinträchtigt. Derzeit passieren täglich Schiffe im einstelligen Bereich die Straße von Hormuz, vor dem Krieg waren es mehr als 130.

Houthi-Angriff auf Raffinerie in Saudi-Arabien

Die vom Iran unterstützte Houthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben erneut eine Raffinerie in Saudi-Arabien angegriffen. Die Anlage des Ölkonzerns Aramco in Jizan an der Küste des Roten Meeres sei mit mehreren Drohnen attackiert worden, berichtete die den Houthis nahestehende Nachrichtenagentur Saba am Dienstag. Der Angriff sei eine Reaktion auf "Luftraumverletzungen" im Jemen.

Die Spannungen zwischen der Houthi-Miliz und Saudi-Arabien hatten zuletzt wieder deutlich zugenommen. Die Miliz hatte nach eigenen Angaben bereits vor gut einer Woche die Raffinerie in Jizan angegriffen. Am Freitag folgte eine Attacke auf eine weitere Öl-Anlage. Im Juli hatten die Huthis eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und Angriffe auf saudi-arabische Öltanker im Roten Meer gemeldet.

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