Israel greift wieder Gesundheitseinrichtungen im Libanon an

Veröffentlicht:

von Agenturen

Israel äußerte sich nicht zu dem Angriff im Südlibanon

Bild: APA/APA/AFP/ABBAS FAKIH


- Anzeige -
- Anzeige -

Die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon gehen trotz Waffenruhe weiter. Im Libanon wurde dabei in der Nacht nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA eine Einrichtung des Islamischen Gesundheitsdiensts angegriffen. Dabei wurden demnach vier Mitarbeiter getötet. Zwei Sanitäter seien verletzt worden. Das israelische Militär äußerte sich zu dem Angriff zunächst nicht.

Der Gesundheitsdienst steht der Hisbollah nahe. Israel greift im Libanon immer wieder auch Gesundheitseinrichtungen und medizinische Teams an. Es wirft der vom Iran unterstützten Hisbollah vor, diese als Tarnung zu missbrauchen, um Waffen und Kämpfer zu verstecken.

Mehr als 100 Beschäftigte im Gesundheitswesen getötet

Die libanesische Regierung, die keine Konfliktpartei im aktuellen Krieg ist, weist das zurück. Gesundheitsminister Rakan Nassereddine verurteilte die Angriffe kürzlich als "systematische gezielte Zerstörung des Gesundheitssektors". Seit Beginn der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah Anfang März wurden nach Behördenangaben 116 Beschäftigte im Gesundheitswesen getötet. 16 Krankenhäuser wurden demnach beschädigt und 147 Krankenwagen angegriffen.

Die israelische Armee gab unterdessen an, zwei bewaffnete Menschen nahe der israelischen Grenze im Südlibanon getötet zu haben. Außerdem sei ein verdächtiges Flugobjekt auf dem Weg in den israelischen Luftraum identifiziert worden. Der Kontakt dazu sei jedoch verloren gegangen, bevor es israelisches Gebiet erreicht habe. Verletzte habe es nicht gegeben.

Im Zuge des Iran-Kriegs ist es auch zu einer erneuten Eskalation zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah gekommen. Die libanesische Regierung und Israel haben sich zwar Mitte April auf eine Waffenruhe geeinigt. Die gegenseitigen Angriffe wurden jedoch nicht eingestellt. Israel verbleibt auch mit Truppen im Südlibanon. Die Hisbollah lehnt Verhandlungen mit Israel ab.

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken