Kontroverse um Kolumbus-Statue auf Gelände des Weißen Hauses
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von AgenturenZahlreiche Columbus-Statuen wie hier in Boston 2020 wurden geköpft
Bild: APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/TIM BRADBURY
US-Präsident Donald Trump hat auf dem Gelände des Weißen Hauses eine Statue von Christoph Kolumbus aufstellen lassen. Es ist der jüngste Versuch, die Darstellung der US-amerikanischen Geschichte und Kultur umzugestalten. Der Kampf gegen eine von Trump als "antiamerikanisch" bezeichnete Ideologie umfasste bereits u.a. die Entfernung von Ausstellungen zur Sklaverei und die Restaurierung von Statuen der Konföderierten.
Diese Maßnahmen könnten laut Bürgerrechtsaktivisten jahrzehntelange soziale Fortschritte zunichtemachen. Während der Black-Lives-Matter-Proteste im Jahr 2020 nach dem Tod von George Floyd entfernten mehrere US-Städte Statuen des italienischen Seefahrers, dessen von Spanien finanzierte Reisen ab den 1490er-Jahren den Weg für die Eroberung Amerikas durch Europa ebneten. Floyds Tod führte weltweit zu einer Neubewertung der Kolonialzeit und des Erbes der Sklaverei.
Trump bezeichnete Kolumbus in einem am Sonntag veröffentlichten Brief als "den ersten amerikanischen Helden und einen der tapfersten und visionärsten Männer, die je auf Erden gelebt haben". Aktivisten kritisierten dagegen die heroisierende Darstellung von Kolumbus und argumentierten, dass diese seine Grausamkeit gegenüber den indigenen Völkern Amerikas verharmloste oder ignorierte.
Die Statue im Weißen Haus ist eine Rekonstruktion derjenigen, die der verstorbene Präsident Ronald Reagan 1984 in Baltimore enthüllt hatte. Diese Statue wurde 2020 von Demonstranten, die Trump in seinem Brief als "antiamerikanische Randalierer" bezeichnete, in den Hafen der Stadt geworfen.
Statue eines Sklavenhalters
Letzte Woche gab das Innenministerium bekannt, dass eine Statue von Caesar Rodney, einem Sklavenhalter und Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung, in Washington aufgestellt wird, nachdem sie 2020 im Zuge von Protesten gegen Rassismus in Delaware entfernt worden war. Eine während der Proteste umgestoßene Statue des Konföderiertengenerals Albert Pike wurde vergangenes Jahr in Washington wieder errichtet.
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