Luftangriffe auf Ukraine nach Auslaufen von Waffenruhe

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von Agenturen

Kiew war in der Nacht erneut Ziel von russischen Luftangriffen

Bild: APA/APA/AFP/ROMAN PILIPEY


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Bei russischen Luftangriffen im Osten der Ukraine ist nach Angaben der Militärbehörden mindestens ein Mann getötet worden. Zudem sei eine Frau im Bezirk Synelnykowe in der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk verletzt worden, teilte der Chef der örtlichen Militärverwaltung, Oleksandr Hanscha, am Dienstag im Onlinedienst Telegram mit. Drei weitere Menschen wurden ihm zufolge bei Angriffen auf andere Orte in der Region verletzt.

Nach dem Ablauf einer dreitägigen Waffenruhe hatten zuvor die Behörden in der ukrainischen Hauptstadt Kiew einen russischen Luftangriff gemeldet. "Derzeit befinden sich feindliche Drohnen über Kiew", schrieb der Leiter der Militärverwaltung von Kiew, Tymur Tkatschenko, am frühen Dienstagmorgen im Onlinedienst Telegram. Er rief die Bewohner auf, bis auf Weiteres Schutz zu suchen. Es war der erste Luftalarm in Kiew seit Freitag.

Über 200 Drohnen in der Nacht

Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge feuerte Russland in der Nacht mehr als 200 Drohnen auf sein Land ab. "Russland selbst hat beschlossen, das mehrere Tage andauernde teilweise Schweigen zu beenden", erklärt er auf der Online-Plattform X. Selenskyj bezog sich damit auf die dreitägige Waffenruhe. Sie galt von Samstag an rund um die Feiern in Russland zum Sieg über Nazi-Deutschland und ist inzwischen abgelaufen.

Russland meldete unterdessen, in der Nacht auf Dienstag 27 ukrainische Drohnen abgeschossen zu haben. Zwischen Mitternacht und 07.00 Uhr seien über den russischen Regionen Belgorod, Woronesch und Rostow "27 ukrainische Drohnen von den Luftabwehrsystemen abgefangen und zerstört" worden, teilte das russische Verteidigungsministerium mit.

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag eine dreitägige Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine verkündet, die am Samstag in Kraft trat. Kiew und Moskau warfen einander gegenseitig Verletzungen der Feuerpause vor.

Selenskyj hatte sich bereits vor Ablauf der Waffenruhe auf neue Angriffe eingestellt: "Wir sehen auch, dass Russland nicht die Absicht hat, diesen Krieg zu beenden", sagte er in einer abendlichen Videobotschaft. "Wir bereiten uns auf neue Angriffe vor, leider."

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