Mai ging mit ungewöhnlich vielen Hitzetagen über die Bühne

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von Agenturen

Der Mai brachte zahlreiche Hitzetage in ganz Österreich

Bild: APA/APA/THEMENBILD/ROLAND SCHLAGER


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Ein heißer und trockener Mai hat 46 Messstationen in Österreich neue Rekorde bei den Hitzetagen beschert. Zwar sei es punktuell durchaus zu ergiebigen Regenmengen gekommen. Im Flächenmittel sei jedoch ein Drittel weniger Niederschlag gefallen, berichtete die Geosphere Austria. Spitzenreiter bei den Hitzetagen war Lienz in Osttirol. Dort wurde am 26. Mai mit 33,3 Grad nicht nur ein Temperaturrekord aufgestellt. Auch der Mai-Spitzenwert an Hitzetagen aus 2001 wurde eingestellt.

Drei Hitzetage waren damals gezählt worden, während der Rekord heuer mit acht Tagen mit mindestens 30 Grad geradezu pulverisiert wurde. Auffällig auch der flächendeckende Anstieg: Sowohl in Bregenz als auch in Eisenstadt wurde der bisherige Höchstwert an Hitzetagen im Mai übertroffen.

Fünftsonnigster Mai der Messgeschichte

Nach den beiden extrem trockenen Monaten März und April gab es laut Geosphere auch im Mai deutlich zu wenig Niederschlag. Ausgeglichene Niederschlagsverhältnisse oder nur geringe Defizite wurden lediglich in Unterkärnten, der West- und Oststeiermark sowie im Südburgenland verzeichnet. Nach wie vor sehr trocken blieb es im Flachgau, im Innviertel, im Wiener Becken und im Nordburgenland. In diesen Regionen fiel um die Hälfte bis zwei Drittel weniger Regen im Vergleich zum langjährigen Mittel von 1991 bis 2020.

Seit 2011 verlief der Mai nicht mehr so sonnig wie heuer. Bundesweit wurden um 26 Prozent mehr Sonnenstunden registriert als im Klimamittel 1991 bis 2020. Im Mai 2011, dem sonnigsten der Messgeschichte, waren es 34 Prozent. Der Mai 2026 landete in dieser Kategorie auf Platz fünf. Besonders hohe Abweichungen gab es in Vorarlberg, in Tirol nördlich des Inns und in höheren Lagen, in Salzburg nördlich der Salzach, in Oberösterreich, im westlichen Niederösterreich und in weiten Teilen der Steiermark. In diesen Regionen erreichten die Anomalien 25 bis 50 Prozent.

Entwicklung der Vegetation weiterhin größtenteils verfrüht

Der mittlere Blühbeginn des schwarzen Holunders startete 2026 sechs Tage früher als im Mittel 1991 bis 2020. Damit erreichte er Platz sieben der 93-jährigen Beobachtungsreihe der Blühbeginn-Termine für den schwarzen Holunder. Das gewöhnliche Knäuelgras und die Robinie begannen ebenfalls früher zu blühen.

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