Nächster Ausstieg aus Hochschulstrategie

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von Agenturen

Unis protestierten in der Vorwoche

Bild: APA/APA/ROLAND SCHLAGER/ROLAND SCHLAGER


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Als Zeichen des Protests gegen geplante Kürzungen im Budget der öffentlichen Unis ist die Universitätenkonferenz (uniko) auch aus dem Prozess für die Hochschulstrategie 2040 ausgestiegen. Mit dieser soll eine Vision für Österreichs Hochschulen bis 2040 entworfen werden. Am Montag setzte mit der Privatuniversitätenkonferenz (ÖPUK) nun ein weiterer Sektor aus Solidarität die Mitarbeit an der Strategie aus. Das Wissenschaftsressort will den Prozess trotzdem weiter vorantreiben.

Im Prozess zur Hochschulstrategie soll diskutiert werden, ob und wie die 77 Hochschulen mit ihren rund 3.600 Studienangeboten neu geordnet werden sollen. Ein Endbericht ist für das erste Quartal 2027 geplant. Der Ausstieg der uniko hatte aber Folgen - unter anderem wurde die für Mitte Juni geplante Midterm-Konferenz zum Thema vertagt.

Die uniko argumentierte damit, dass man nicht über eine Strategie für 2040 sprechen könne, wenn aufgrund der geplanten Kürzungen ab 2028 schon die darauf folgenden drei Jahre nicht finanzierbar seien. Die ÖPUK verwies in einer Aussendung nun auf ihre Verflechtungen mit dem öffentlichen Hochschulsystem und erklärte sich solidarisch. Außerdem ortet man in der geplanten Novelle des Hochschulgesetzes sowie des Hochschul-Qualitätssicherungsgesetzes ein "problematisches Signal", das die institutionelle Asymmetrie verstärke.

ÖH und Fachhochschulen steigen nicht aus

Anders die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) und die Fachhochschulkonferenz (FHK). Sie betonten auf APA-Anfrage, weiter an der Strategie mitarbeiten zu wollen. Partizipationsprozesse im Ministerium seien für die ÖH "zentrale Kanäle, über die wir unsere Anliegen kundtun können". Im Gegensatz zu den Unis sei der Platz am Verhandlungstisch für die ÖH nicht selbstverständlich. Daher habe man andere Formen des Protests gewählt, um Druck auf das Ministerium auszuüben, verwies man auf die Demos letzte Woche.

"Der Prozess zur Hochschulstrategie gibt die Möglichkeit, Zielsetzungen und Prioritäten für den eigenen Bereich aktiv mitzugestalten", betonte Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) in einer der APA übermittelten Stellungnahme. "Von Beginn an wurde das seitens des Ministeriums mit allen Stakeholder:innen so vorangetrieben. Klar ist: Die bisherigen Erkenntnisse werden sicherlich nicht über Bord geworfen - im Gegenteil, viele Stakeholder:innen betonen, dass uns die Zielsetzung weiterhin eint." Über den Sommer werde man die bisherigen Ergebnisse der Arbeitsgruppen nutzen, um die Strategie weiterzuentwickeln und vorzubereiten.

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