Parlamentswahl in Malta begonnen

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von Agenturen

Es wird eine Wiederwahl von Premierminister Abela erwartet

Bild: APA/APA/AFP/ALBERTO PIZZOLI


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In Malta haben am Samstag vorgezogene Parlamentswahlen begonnen. Umfragen zufolge steuert die Labour Party von Ministerpräsident Robert Abela auf eine komfortable Mehrheit zu. Das wäre der vierte Sieg der Partei bei einer Parlamentswahl in Folge. Abela hatte das Votum bereits nach vier statt der üblichen fünf Jahre angesetzt. Er begründete dies mit künftigen Herausforderungen für das kleinste EU-Land durch die unsichere internationale Lage.

Die maltesische Wirtschaft läuft gut. Es gibt aber Bedenken, dass die Konflikte im Nahen Osten die Inflation in dem importabhängigen Inselstaat anheizen und den Tourismus durch steigende Kerosinpreise belasten könnten. Mit ersten Wahlergebnissen wird am Sonntagmittag gerechnet.

Maltas Wirtschaft wuchs im vergangenen Jahr um vier Prozent, die Inflation ist niedrig und die Arbeitslosigkeit verschwindend gering. Zudem sind die Strom- und Kraftstoffpreise seit fast zehn Jahren eingefroren und damit die niedrigsten in der Europäischen Union.

Abela setzte im Wahlkampf auf die Konjunkturstärke des Landes und versprach Kompetenz und Stabilität. Die oppositionelle Nationalistische Partei unter ihrem neuen Vorsitzenden Alexander Borg kritisierte, dass sich das Wirtschaftswachstum nicht in einer besseren Lebensqualität niederschlage.

Nur zwei maßgebliche Parteien

Ein starker Zuzug von Arbeitsmigranten in den vergangenen zehn Jahren hat zudem zu Diskussionen über steigende Mieten und Belastungen der Infrastruktur sowie des Gesundheitswesens geführt. Obwohl sechs Parteien auf dem Wahlzettel stehen, dominieren Labour und die Nationalisten die Politik Maltas. Seit 1966 haben nur diese beiden den Einzug ins Parlament geschafft, während kleinere Gruppierungen stets weniger als fünf Prozent der Stimmen erhielten.

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