ÖFB-Elf erreicht "Minimalziel" - Liga-C-Gegner in Play-off
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von AgenturenEl Sherif konnte einen Elfmeter parieren
Bild: APA/APA/NTB/HEIKO JUNGE
1:2 in Norwegen verloren, aber trotzdem das "Minimalziel" erreicht: Österreichs Frauen-Fußball-Nationalteam hat sich mit Rang drei in der WM-Qualifikation gute Karten für das Play-off und einmal mehr den Verbleib in der Liga A gesichert. Im Kampf um ein WM-Ticket wartet im Herbst in der ersten von zwei Runden ein Team aus der Liga C. Zur Auswahl stehen die Gruppensieger Litauen, Kosovo, Ungarn, Griechenland, Rumänien und Belarus sowie die Zweiten Kroatien und Kasachstan.
Die Auslosung geht am 18. Juni in Nyon über die Bühne. Gespielt wird zwischen 7. und 13. Oktober, die ÖFB-Auswahl hat in der zweiten Partie Heimrecht. Die 2. Runde findet dann zwischen 26. November und 5. Dezember statt. Der letzte europäische Startplatz wird im Interkontinental-Play-off im Februar 2027 vergeben. "Wir haben jetzt den vermeintlich leichteren Weg, der wird aber hart genug werden", sagte ÖFB-Torfrau Mariella El Sherif. Gruppen-Schlusslicht Slowenien muss hingegen gleich zum Play-off-Start gegen ein Team aus der Liga B antreten.
Minimalziel erreicht zu haben "das Wichtigste"
Das blieb der ÖFB-Truppe erspart, da die Sloweninnen erwartungsgemäß gegen WM-Starter Deutschland (0:2) nicht punkteten und in der Endabrechnung mit drei Punkten einen Zähler dahinter blieben. "Gott sei Dank hat es unter dem Strich gereicht, wir sind mit einem blauen Auge davongekommen", sagte Offensivspielerin Julia Hickelsberger-Füller. Auch Kapitänin Sarah Puntigam hatte gemischte Gefühle. "Phasenweise haben wir ganz gut dagegengehalten, letztendlich ist die Leistung aber nicht ausreichend gewesen, um auch Punkte mitzunehmen. Das Wichtigste ist, dass wir unser Minimalziel erreicht haben", meinte die US-Legionärin.
Die "aktuell noch große Enttäuschung" aufgrund der Niederlage werde aber bald verflogen sein. "In ein paar Tagen, wenn man dann sieht, dass man wieder die Liga A gehalten hat als kleines Österreich, ist das eigentlich ein Wahnsinn. Wir spielen weiterhin gegen die Besten in Europa, das ist auf jeden Fall ein Erfolg", resümierte die 33-Jährige. Seit Einführung der Nations League im Herbst 2023 konnte zum vierten Mal in Folge die "höchste Spielstufe" der besten 16 Teams Europas gehalten werden. "Das ist nicht selbstverständlich", betonte auch ÖFB-Teamchef Lars Söndergaard.
Unter seiner Führung wurden in zwei Partien dank des 1:0 am Freitag gegen Slowenien drei Punkte geholt, nachdem es unter Vorgänger Alexander Schriebl in vier Matches nur beim 0:0 gegen Deutschland Zählbares gegeben hatte. Mit Blick auf die Leistung vor allem in der ersten Hälfte und der guten Stimmung im Team dürfte Söndergaard in kurzer Zeit die richtigen Hebel in Bewegung gesetzt haben. "Wir können ein sehr positives Resümee ziehen. Er gibt uns Ruhe und Sicherheit, bringt so viel Erfahrung mit, das merkt man in vielen Situationen. Es war noch nicht so viel Zeit, aber wir haben den Grundstein gelegt und darauf werden wir jetzt aufbauen", sagte Puntigam.
ÖFB-Frauen vor Pause "auf Augenhöhe" mit Norwegen
Auch laut der überraschend in die Startelf gerückten Jennifer Klein sei der Weg der "absolut richtige". Man habe sich als Team wieder viel mehr gefunden. "Es ist das Wichtigste, um wieder erfolgreich zu sein, dass wir wieder im Kollektiv stark sind", erläuterte die Abwehrspielerin. Vor der Pause wurde das mit enormer Kompaktheit unter Beweis gestellt. "Da waren wir auf Augenhöhe. Wir haben da gut verteidigt und hatten wahrscheinlich auch die zwei größten Möglichkeiten. Wenn wir da ein Tor schießen, kann sich alles verändern", sagte Söndergaard. So kam aber alles anders. Ein Doppelschlag unmittelbar nach Wiederbeginn durch Thea Bjelde (46.) und Caroline Graham Hansen (48.) brachte die ÖFB-Truppe um die Früchte ihrer Arbeit.
"Dass wir da so unaufmerksam rauskommen, ist blöd", meinte Klein. Laut Söndergaard habe sein Team die Startphase der zweiten Hälfte "verschlafen". Da die Norwegerinnen auch danach klar dominierten, war der Sieg absolut verdient. Söndergaard war trotzdem "im Großen und Ganzen" zufrieden mit der Leistung. "Ich war jetzt mit den Spielerinnen fast 14 Tage zusammen und habe einen guten Eindruck bekommen. Wir wissen ungefähr, was wir als Team können und wo wir uns verbessern müssen. Ich spüre den Ehrgeiz, dass sie immer besser werden wollen, deshalb schaue ich positiv in die Zukunft." Fix verbessert werden muss der Abschluss, in sechs Quali-Partien gelangen nur drei Tore.
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