Osttiroler "Aguntum" in Tiroler Landesmuseen integriert

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"Aguntum" wird in die Tiroler Landesmuseen integriert

Bild: APA/APA/Tiroler Landesmuseen


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Die Integration der Osttiroler Römerstadt "Aguntum" in Dölsach in die Tiroler Landesmuseen ist vollzogen. Die Verhandlungen zwischen dem Verein "Curatorium pro Agunto" und dem Land Tirol seien positiv abgeschlossen worden, hieß es am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Dölsach. Die Jahre 2026 und 2027 sollen nun für "Analysen und zur Erarbeitung von Strategien" genützt werden, ab 2033 will man "ein Vorzeigehaus" vorweisen, sagte Landesmuseen-Direktor Andreas Rudigier.

Die Verhandlungen im Vorfeld dieser nunmehrigen Pläne seitens der Tiroler Landesmuseen waren durchaus langwierig gewesen. Ursprünglich sollte laut dem Vereinsobmann Leo Gomig nämlich bereits im Frühjahr 2024 alles unter Dach und Fach sein. Im Sommer 2024 hieß es dann schließlich gegenüber der APA, dass "Aguntum" bis 2026 Teil der Tiroler Landesmuseen sein solle. Ein damals genanntes Datum, das hielt. Die Eingliederung ist mit Mittwoch de facto vollzogen, nur noch eine Unterschrift von Landeshauptmann und Kulturreferent Anton Mattle (ÖVP) fehlt, um alles ganz offiziell zu besiegeln.

"Langes Bemühen" und historischer Meilenstein

Gomig sah somit "ein langes Bemühen umgesetzt", wie er bei dem Pressegespräch betonte. Der Verein werde indes weiterbestehen, jedoch "mit neuer Aufgabenstellung." "Mit dem heutigen Tag ist ein langfristiges Bestehen und eine Weiterentwicklung von Aguntum gesichert", zeigte er sich erfreut. Nach der Verleihung des Stadtrechts für die Römerstadt im Jahr 52 nach Christus und den wissenschaftlichen Grabungen ab 1912 sei somit im Mai 2026 ein weiterer historischer "Meilenstein" gesetzt.

Auf diese lange Geschichte der Osttiroler Römerstadt nahm schließlich auch Rudigier Bezug. "Wir haben großen Respekt vor der riesigen Geschichte dieses Ortes", hob der Direktor hervor. Nunmehr wolle man aber "den Museumsbetrieb professionalisieren", keinesfalls aber eine Art "Tiroler Landesmuseen light" anbieten. "Es soll vielmehr ein Haus sein, das den Weg eines regionalen Museums geht", erklärte Rudigier.

Das bedeute nicht zuletzt auch, dass auf das "kulturelle und wirtschaftliche Netzwerk der Region gesetzt werden soll." Zudem wolle man "Aguntum" nicht von Innsbruck aus verwalten, sondern schreibe noch im Jahr 2026 eine "Hausleitung" aus. Ab 2027 soll dann ein konkreter Fahrplan stehen, "wie es bis 2033 weitergeht". Bereits im Jahr 2028 wolle zudem "deutlich sichtbarer sein".

Mattle: "Ein Museum für alle Tirolerinnen und Tiroler"

Mattle wiederum betonte, dass die "Verschränkung von Aguntum und den Tiroler Landesmuseen absolut Sinn macht". Damit verbinde sich nämlich das "Know-How eines professionellen Museumsbetreibers" mit einer "regionalen Platzierung". Damit solle die "Römerstadt" künftig ein Ort sein, der speziell in Osttirol wahrgenommen werde, aber eben auch grundsätzlich ein "Museum für alle Tirolerinnen und Tiroler", so der Kulturreferent.

In dieselbe Kerbe schlugen der ebenfalls bei der Pressekonferenz anwesende Bürgermeister von Dölsach, Landtagsabgeordneter Martin Mayerl (ÖVP) und der Obmann des Tourismusverbandes Osttirol, Franz Theurl. Aguntum sei ein "kultureller Identifikationsort", sagte Mayerl. Theurl sah darüber hinaus einen "wichtigen Schritt für die Kultur in Osttirol."

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