Patienten zweifeln an der Reformkraft der Politik

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von Agenturen

Die Zufriedenheit mit der Versorgung war schon besser

Bild: APA/APA/dpa-Zentralbild/Soeren Stache


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Während die Zufriedenheit mit dem österreichischen Gesundheitssystem weiter sinkt, scheinen die Patientinnen und Patienten bereit zu sein, bei bestimmten Reformen mitzugehen. Wie eine Umfrage des Demox-Instituts im Auftrag des Austrian Health Forum (AHF) zeigt, kann sich etwa eine Mehrheit eine stärkere Rolle für Apotheken oder die Gesundheitshotline 1450 vorstellen. Gering ist allerdings der Glaube an die Politik als Reformmotor.

Dass die von der Bundesregierung vorangetriebene Reformpartnerschaft gemeinsam mit Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung eine den Herausforderungen entsprechende Reform zustande bringen wird, glauben ganze 68 Prozent nicht. Nur 15 Prozent denken, dass dies der Politik gelingen wird. Auch sonst geben sich die Befragten abgeklärt: 68 Prozent halten Einsparungen im System ohne Leistungskürzungen für nicht realistisch.

Immer weniger Zufriedene

Insgesamt sind laut der im Mai durchgeführten Umfrage (1.000 online Befragte über 16) nur noch 11 Prozent sehr und 44 Prozent eher zufrieden mit dem heimischen System der Gesundheitsversorgung, während 13 Prozent sehr und 31 Prozent eher unzufrieden sind. 64 Prozent sind der Ansicht, die Versorgung habe sich verschlechtert; eine Einschätzung, die in dieser Negativität auch schon aus den Jahren zuvor bekannt ist.

Reduktionen der Spitalsversorgung im eigenen Bezirk lehnen 51 Prozent strikt ab, während sich 42 Prozent eine größere Distanz vorstellen können, wenn dieses Krankenhaus dann besser spezialisiert ist. Dass es mehr medizinische Leistungen in Apotheken geben könnte, begrüßen 66 Prozent eher oder sehr (ähnliche Werte gab es schon in Befragungen in den Jahren zuvor). Auch eine Vermittlerrolle der Gesundheitshotline 1450 bei der Zuweisung in Gesundheitseinrichtungen bekommt eine knappe absolute Mehrheit. 58 Prozent können sich persönlich vorstellen, für einen rascheren Termin einen bestimmten Behandlungspfad einzuhalten.

Mehr Zusatzversicherte

Eine Zusatzversicherung haben 29 Prozent der Befragten (2023: 25 Prozent). Eine zulegen möchten sich 14 Prozent, 54 Prozent haben keine. 51 Prozent haben in den vergangenen sechs Monaten einen Wahlarzt konsultiert (2025: 46 Prozent). Die Umfrage wurde im Auftrag des Austrian Health Forum durchgeführt, das von 28. bis 30. Mai in Schladming stattfindet.

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