Penelope Cruz trotz Aneurysma-Angst bei "Black Ball" dabei
Veröffentlicht:
von AgenturenTrotz Angst vor einem Aneurysma war Cruz bei "Black Ball" dabei
Bild: APA/APA/AFP/BLANCA CRUZ
Penélope Cruz wollte unbedingt im Film "The Black Ball" mit von der Partie sein, der nun im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes Weltpremiere feierte - obgleich ihre Rolle letztlich winzig ausfiel. "Meine Entscheidungen hängen nicht davon ab, wie viele Minuten meine Figur auf der Leinwand zu sehen sein wird; es geht darum, Teil von etwas zu sein, das einem wichtig ist", sagte die oscargekrönte spanische Schauspielerin vor Medien.
"Filme können die Welt nicht verändern, aber in manchen Fällen können sie dazu beitragen, Dinge zu verbessern", sagte sie, insbesondere für junge Menschen. "Was man erlebt, kann manchmal eine größere Wirkung haben, wenn man zweieinhalb Stunden im Kino sitzt ... als alles, was man in drei Jahren in der Schule lernen könnte."
Schreckmoment vor dem Dreh
Cruz hat in "Black Ball" von Javier Ambrossi und Javier Calvo einen kurzen Gastauftritt als Kriegsunterhalterin namens Nene. Dabei hatte die Schauspielerin kurz vor dem Dreh einen Schock zu überwinden, nachdem ihr Arzt ihr bei einem Routinecheck mitgeteilt hatte, sie habe möglicherweise ein Hirnaneurysma. Cruz drehte ihre Szene und informierte das Regieduo erst im Nachhinein.
"Für mich wird dieser Moment - ich weiß, dass ich mich, wenn ich als alte Frau sterbe, daran erinnern werde - einer der surrealsten Momente meines ganzen Lebens sein: auf diesem Panzer zu stehen und zu denken, ich hätte ein Aneurysma, was sich am Ende als falscher Alarm herausstellte."
Drei Zeitstränge
"The Black Ball" verschneidet drei Handlungsstränge, die sich um den spanischen Dichter und Dramatiker Federico García Lorca, Homosexualität und den Spanischen Bürgerkrieg drehen. Co-Regisseur Ambrossi verwies darauf, dass der Einfluss von Lorcas Homosexualität meist verschwiegen werde: "Wenn man den Aspekt der Sexualität ausblendet und Federico einfach als Dichter darstellt, ohne weiter darauf einzugehen - dann beraubt man uns (die Schwulengemeinschaft, Anm.) eines Vorbilds", sagte er.
Vor dem Hintergrund des Krieges wollten die Regisseure auch zeigen, wie wichtig Dialog und Empathie als einzige Mittel zur Vermeidung von Gewalt sind. "Mangelnde Kommunikation führt zu Gewalt", sagte Ambrossi. "Ich hoffe, der Film erfüllt diesen Zweck, ein Fenster der Empathie zu sein und den anderen als den Menschen zu sehen, der er ist."
"The Black Ball" ist einer von 22 Filmen, die heuer um den Hauptpreis des Festivals konkurrierten, darunter auch Marie Kreutzers neues Werk "Gentle Monster". "Black Ball" wurde von Kritikern überwiegend positiv aufgenommen. "The Hollywood Reporter" bezeichnete ihn als herausragendes Werk, während "Variety" ihn als "ein ambitioniertes, aber überlanges Drama" beschrieb.
Mehr entdecken

Viel mehr Todesopfer bei Lkw-Unfällen im Jahr 2025

WHO: 750 Ebola-Verdachtsfälle und 177 Tote im Kongo

Ende einer Trainer-Ära: Guardiola verlässt Manchester City

Gigantenduell im Finale der Frauenfußball-Champions-League

Abgesetzter CHP-Chef kündigt Widerstand an

Verletzte bei Crash mit gestohlenem Pkw in Niederösterreich
