Niederösterreich
Pkw prallt gegen Güterzug: Eltern tot, Zweijährige überlebt
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von Quelle: APA, JOYN NewsALLENTSTEIG - ÖSTERREICH: ++ HANDOUT ++ ZU APA0114 VOM 7.6.2026 - Der Zusammenstoß eines Autos mit einem Güterzug auf einem Bahnübergang in Allentsteig (Bezirk Zwettl) im Waldviertel hat am Samstagnachmittag, 6. Juni 2026 zwei Todesopfer gefordert. Ein Kleinkind überlebte.
Bild: APA/APA/FF ALLENTSTEIG
Der Zusammenstoß eines Autos mit einem Güterzug auf einem Bahnübergang in Allentsteig (Bezirk Zwettl) im Waldviertel hat am Samstagnachmittag zwei Todesopfer gefordert. Ein Kleinkind überlebte. Das laut Polizei zweijährige Mädchen wurde leicht verletzt und von "Christophorus 2" zwecks weiterer medizinischer Abklärung ins Landesklinikum Krems geflogen. Die Eltern kamen ums Leben.
Das Wichtigste in Kürze
Beim Zusammenstoß eines Autos mit einem Güterzug in Niederösterreich kam ein Ehepaar ums Leben.
Ihr zweijähriges Kleinkind überlebte den Unfall.
Das Ehepaar aus dem Bezirk Zwettl, 39 und 34 Jahre alt, starb noch an der Unfallstelle.
Die folgenschwere Kollision hatte sich gegen 16.00 Uhr ereignet. Schauplatz war einem ÖBB-Sprecher zufolge ein mit Lichtzeichen gesicherter Übergang der Franz-Josefs-Bahn. Der nach Angaben der Polizei von der 34-jährigen türkischen Staatsbürgerin gelenkte Pkw der Familie hatte auf der L75 die Gleise queren wollen. Die Frau dürfte dabei das Rotlicht übersehen haben. Der Wagen wurde von dem Richtung Gmünd fahrenden Güterzug erfasst. Für die Lenkerin gab es ebenso wie für ihren Ehemann, einen serbischen Staatsbürger, keine Hilfe mehr. Die Tochter des Paares befand sich in einem Kindersitz im Fond des Autos.
Der Wagen musste mittels Seilwinden vom Zug getrennt werden, berichtete die FF Allentsteig. "Aus Rücksicht auf die Angehörigen werden keine Bilder des Unfallfahrzeuges veröffentlicht", schrieben die Helfer auf ihrer Website. Der 45 Jahre alte Lokführer aus dem Bezirk Oberwart blieb unverletzt, erlitt jedoch einen Schock. Er wurde laut Polizei von einem Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut.
Dreistündige Sperre
Die unfallbedingte Streckenunterbrechung zwischen Göpfritz an der Wild und Allentsteig wurde kurz nach 19.00 Uhr und somit nach etwa drei Stunden aufgehoben, teilten die ÖBB mit. Ein Schienenersatzverkehr (Göpfritz - Gmünd) war eingerichtet.
Die FF Allentsteig, Göpfritz, Schwarzenau und Thaua standen mit mehr als 50 Kräften im Einsatz. Das Rote Kreuz hatte Helfer aus Allentsteig und Waidhofen a.d. Thaya sowie den Bezirkseinsatzleiter entsandt. Hinzu kam der "Christophorus"-Hubschrauber, der das Mädchen abtransportierte. Die Polizei war mit drei Streifen an Ort und Stelle. Die Erhebungen zur Unfallursache dauerten an.
2015 kam Lokführer ums Leben
Ende September 2015 war ein mit einer 18 Tonnen schweren Holzernte-Maschine beladener Aufleger eines Sattelzuges aufgrund zu geringer Bodenfreiheit auf demselben Übergang hängen geblieben. Ein Zug krachte gegen das Hindernis. Der Lokführer kam ums Leben. Ende Dezember 2019 war ein Auto mit der Fahrzeugfront auf der Gleisanlage zum Stillstand gekommen und von einem Zug erfasst worden, nachdem der Pkw-Lenker trotz Rotlichts der Signalanlage die Schienen hatte queren wollen. Bei diesem Unfall blieb es bei Sachschaden.
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