Politiker und Beamte nach Erdrutsch auf Sizilien im Visier
Veröffentlicht:
von AgenturenRisiko sei bekannt gewesen
Bild: APA/APA/AFP/MARCO BERTORELLO
Nach dem schweren Erdrutsch in Niscemi auf Sizilien Anfang des Jahres hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen mehrere hochrangige Politiker und Beamte aufgenommen. Unter den insgesamt 13 Personen sind auch der amtierende Präsident der italienischen Mittelmeerinsel sowie drei frühere Regionalchefs Siziliens, wie die Nachrichtenagentur ANSA meldete. Ihnen wird fahrlässige Verursachung einer Katastrophe vorgeworfen.
Der Erdrutsch hatte Ende Jänner die 25.000-Einwohner-Stadt Niscemi im Süden Siziliens getroffen. Nach starken Regenfällen geriet ein mehrere Kilometer langer Hang ins Rutschen, etwa 1.500 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Die Bilder aus Niscemi von Wohnhäusern am Abgrund, abgerissenen Straßen und lose heraushängenden Leitungen gingen damals um die Welt.
Nach Angaben der Behörden bestand in dem betroffenen Gebiet seit Jahrzehnten ein bekanntes Risiko. Bereits 1997 hatte es dort einen ähnlichen Erdrutsch gegeben. Dennoch seien wichtige Schutzmaßnahmen unzureichend umgesetzt oder ganz unterlassen worden. Im Fokus der Ermittlungen steht nach Angaben von ANSA insbesondere, warum geplante Sicherungsarbeiten des Gebiets nach einem Vertragsstreit im Jahr 2010 nicht weitergeführt wurden.
Mehr entdecken

Baby-News
Amira Aly verrät: Ihr drittes Kind wird ein Mädchen

Bis Ende 2027
Große Herausforderung für Wiener Öffi-Netz: Diese Strecken sind gesperrt

Polizei-Ermittlungen
Säure-Einbrüche in Wien: Zwei weitere Verdächtige ausgeforscht

Karriere
Kim Kardashians Tochter North: "Ich möchte bei Starbucks arbeiten"

Ermittlungen
Tote bei Kleinflugzeug-Kollision in NÖ: Wracks sichergestellt

ORF-Sommergespräche
Babler für Abschaffung der Privatkliniken-Fonds, klares Nein zu Pensionserhöhung
