Putin sieht derzeit keinen Grund für Treffen mit Selenskyj
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Der russische Präsident Wladimir Putin sieht derzeit keinen Grund für ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dieser hatte vorgeschlagen, sich zu treffen, um ein Ende des Krieges zu vereinbaren. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron reist am Sonntag zu Gesprächen mit dem britischen Premierminister Keir Starmer, dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nach London, teilte der Elysée-Palast mit.
Das Treffen dient demnach der engen Abstimmung über die weitere Unterstützung der Ukraine und den Druck auf Russland. Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte am Rande eines EU-Westbalkan-Gipfels in Montenegro, es gebe eine enge Abstimmung zwischen Frankreich, Großbritannien und Deutschland. Merz, Starmer und Macron hatten sich zuletzt vor rund zwei Wochen in einer Videokonferenz ausgetauscht.
Zu Selenskyjs Brief an Wladimir Putin sagte Macron: "Ich glaube, dass es heute die Ukraine und Russland sind, die sowohl einen Waffenstillstand als auch einen Friedensplan ausarbeiten können." Die Europäer könnten dabei helfen, da sie mit großem Abstand die wichtigsten Unterstützer der Ukraine seien. Zudem seien es die Europäer, die zu einem bestimmten Zeitpunkt bei den Gesprächen über einen Friedensplan mit am Tisch sitzen müssten, weil es dabei angesichts der geografischen Lage um eine Friedens- und Sicherheitsarchitektur für Europa gehe. "Deshalb halte ich das für eine gute Initiative", sagte er.
Selenskyj hatte Putin Friedensgespräche angeboten
Selenskyj hatte Putin am Donnerstag in einem offenen Brief direkte Friedensgespräche angeboten. Als Antwort erneuerte der Kreml bisher nur sein Angebot für Verhandlungen in Moskau und die Forderung nach einer vollständigen Kontrolle der ukrainischen Donbass-Region als Voraussetzung für einen Frieden. Solche Vorschläge hatte Selenskyj schon mehrfach abgelehnt.
Macron stärkte dem ukrainischen Präsidenten diesbezüglich den Rücken. Selbst wenn ein solches Angebot zu einem bestimmten Zeitpunkt bestanden habe, sei es nie darum gegangen, Russland die gesamte Region Donezk oder gar den ganzen Donbass zu überlassen. "Das ist ein Angebot, das angesichts der heutigen Realitäten am Boden nicht mehr existieren sollte", betonte er nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.
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