Rangnick präsentiert riesiges Kinderkonzert für 2027 in Wien

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Rangnick mit der Führungsriege von 6K UNITED!

Bild: APA/APA/GEORG HOCHMUTH/GEORG HOCHMUTH


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Am Tag der Zusammenkunft seines Kaders für die WM hat ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick am Mittwoch in Wien das erste große Projekt seiner Stiftung in Österreich vorgestellt. Die Ralf Rangnick Stiftung hat sich der Chancengleichheit von Kindern verschrieben. Nun bringt sie das bisher in Deutschland erfolgreiche Musik- und Bildungsprojekt 6K UNITED! erstmals nach Wien. Am 29. Juni 2027 werden tausende Schülerinnen und Schüler in der Wiener Stadthalle als großer Chor gemeinsam singen.

Der Name 6K UNITED! gibt einen Hinweis auf die bis zu 6.000 Kinder, die bei der Veranstaltung gemeinsam musizieren. Noch einmal so viele Zuschauer sind möglich. Das Angebot richtet sich an Schulen und Kinderchöre, Anmeldungen sind online bereits möglich. Lehrkräfte erhalten im Vorfeld Material und im Rahmen von Workshops Anleitungen, um die jeweils zwölf Songs mit den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einzuüben. Diese performen dann auf großer Bühne mit einer professionellen Band und Choreographie - aufwendig in Szene gesetzt von einer 70-köpfigen Crew.

"In der heutigen Zeit ist es extrem wichtig, dass Kinder gefördert und auch mit Selbstvertrauen ausgestattet werden", meinte Rangnick bei der Vorstellung des Projektes im APA-Pressezentrum in Wien. "Je mehr sie merken, welche Energie entsteht, desto mehr trauen sie sich zu." Die Teilnahme sei ein einmaliges Erlebnis.

"Gänsehaut"-Moment beim Teamchef

Rangnick war erst im Herbst auf 6K UNITED! aufmerksam geworden - bei einem inzwischen laut eigenen Angaben wieder eingestellten "Selbstversuch", Teil des sozialen Netzwerks Instagram zu sein. "Ich hatte Gänsehaut am ganzen Körper", schilderte der Teamchef, als er den Videobeitrag gesehen hatte. Die Konzertreihe macht diesen Sommer in den größten deutschen Hallen in Berlin, Hannover, München, Düsseldorf, Mannheim und Hamburg Station. Schon bei der Tour 2025 hatte man die Marke von 100.000 Teilnehmern überschritten.

Benötigt werden Hallen mit zumindest 10.000 Personen Fassungsvermögen. Mit der Wiener Stadthalle sei es davor stets "ein bisschen schwierig" gewesen, einen Termin zu finden, schilderte Frank Scherk, der Geschäftsführer von 6K UNITED!. Mit Rangnicks Unterstützung habe es aber geklappt. "Lieber spät als gar nicht." Das Wien-Konzert 2027 wird das erste außerhalb Deutschlands. 2.000 Anmeldungen gibt es dafür bereits. Bei entsprechender Nachfrage gebe es die Option auf weitere Termine in der Stadthalle an den Folgetagen. "Es riecht danach, dass es nicht bei einer Show bleiben dürfte", sagte Scherk.

Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche von der zweiten bis zur siebenten Schulstufe, also ab circa sieben Jahren. "Ich habe als Kind das Erlebnis, dass alle mir zujubeln. Das ist krass", schilderte Fabian Sennholz, der als Künstlerischer Leiter u.a. für Songauswahl verantwortlich ist. Mit den Texten wolle man auch Werte vermitteln. Es werden eigene Lieder getextet, es sei aber traditionell jeweils auch ein Volkslied, Folklore aus anderen Kulturen und ein passender Popsong dabei. Das Projekt existiert seit 2017.

Rangnick singt gerne - aber allein

Am Tag der Österreich-Premiere kommendes Jahr feiert Rangnick seinen 69. Geburtstag. "Das wird sicherlich das größte Geschenk, wenn ich da dabei sein darf und mitsingen kann", erklärte der Teamchef. Er sei ein großer Musikliebhaber. "Ich singe unheimlich gerne unter der Dusche oder im Auto, wenn ich alleine bin." In seiner Schulzeit sei das Singen vor versammelter Klasse, begleitet von einem "Old-School-Musiklehrer" am Klavier, aber noch die "Höchststrafe" gewesen.

Auch bei der Nationalmannschaft habe die Musik einen enormen "teambildenden Charakter". Zum Beispiel muss jedes neue Teammitglied bei seinem Einstand a cappella vor der Mannschaft singen. Rapids Nikolaus Wurmbrand etwa habe die Herzen seiner Kollegen im Vorjahr mit einem noch in der Schulzeit selbst geschriebenen Rap erobert, erzählte Rangnick.

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Stiftung zunehmend stärker in Österreich engagiert

Seine Stiftung hatte Rangnick 2017 in Leipzig gegründet. Weil sich sein Lebensmittelpunkt nach Österreich - Rangnick lebt seit Jahren in Obertrum - verschoben hat, ist auch die Stiftung in einem "Umsiedlungsprozess". Die Gründung eines Vereins in Österreich sei in Arbeit, stiftungsrechtliche Themen sind zu berücksichtigen. "Wir wollen hier Dinge nachhaltig etablieren", versprach Rangnick. Manche bereits in Leipzig erfolgreiche Projekte könnten auch in Österreich umgesetzt werden.

Rangnick betonte dabei vor allem seinen Wunsch nach mehr Bewegung. Sport solle ein "Bildungsfach" werden. Im neuen Schuljahr gebe es Kooperationen mit einzelnen Schulen, um eine tägliche Bewegungseinheit oder mehr Bewegung im normalen Unterricht zu ermöglichen. Dazu gelte es, gesunde Ernährung in der Schule zu fördern, die gleichzeitig nicht automatisch teuer sein dürfe. Ein kulturelles Großprojekt kündigte Rangnick auch für Salzburg an. Dieses werde man aber erst nach der in Nordamerika anstehenden WM (11. Juni bis 19. Juli) präsentieren.

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