Richtungsentscheidung bei Parlamentswahl in Ungarn
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von AgenturenWird Orban abgewählt? Laut Umfragen ist dies möglich
Bild: APA/APA/AFP/ATTILA KISBENEDEK
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán muss nach vier Wahlsiegen in Folge mit Zwei-Drittel-Mehrheit erstmals ernsthaft zittern: In den Umfragen liegt seine Fidesz-Partei deutlich hinter ihrem Herausforderer, TISZA von Oppositionsführer Péter Magyar. Demnach dürfte möglicherweise TISZA die Wahlen am Sonntag gewinnen. Selbst eine Zwei-Drittel-Mehrheit scheint in Reichweite.
Der 45-jährige Magyar war früher selbst Fidesz-Anhänger und bis 2023 mit der ehemaligen Justizministerin Judit Varga verheiratet. Sein kometenhafter Aufstieg begann im Februar 2024 mit einem regierungskritischen Interview. Mit seiner Partei Respekt und Freiheit (TISZA - die Abkürzung entspricht dem ungarischen Namens des Flusses Theiß) holte Magyar bei der EU-Wahl 2024 aus dem Stand sieben Mandate. TISZA wurde Mitglied der Europäischen Volkspartei (EVP), der auch die ÖVP angehört. Seit Herbst 2024 führt die Partei durchgehend in den Umfragen aller regierungsunabhängigen Institute Ungarns.
"Volksabstimmung" über Orbán
Der Oppositionsführer stellt die kommende Wahl als "Volksabstimmung" über Orbán dar, der bereits seit 2010 ununterbrochen regiert. Magyar prangert Korruption sowie die schweren Missstände im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen oder im Bahnverkehr an und verspricht, die von der Europäischen Union wegen Rechtsstaatsbedenken eingefroren EU-Gelder Ungarns wieder "nach Hause zu holen".
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