Kraftstoffmarkt
Russland verhängt Kerosin-Exportverbot bis Ende November
Aktualisiert:
von Quelle: APA, JOYN NewsMOSCOW - RUSSIA: A view shows branding at a Rosneft petrol station in Moscow on October 23, 2025. Russia said on October 23, 2025 that new US sanctions on its oil industry risked hurting diplomatic efforts to end the Ukraine war, and that it had developed a "strong immunity" to them. US President Donald Trump announced new sanctions on Russia's two largest oil companies - Rosneft and Lukoil, on Wednesday, complaining that his peace talks with Russia's Vladimir Putin were not going "anywhere." (Photo by Olesya KURPYAYEVA / AFP).
Bild: APA/APA/AFP/OLESYA KURPYAYEVA
Die russische Regierung hat ein Exportverbot für Kerosin bis zum 30. November 2026 verhängt. Ziel sei es, die Stabilität auf dem heimischen Kraftstoffmarkt zu gewährleisten, teilte das Regime von Machthaber Wladimir Putin am Montag mit. Die Ukraine hatte zuletzt mit gezielten und effektiven Drohnenangriffen auf russische Raffinerien und Öllager die Treibstoffproduktion unter Druck gebracht. In der Ukraine gab indes bei erneuten russischen Angriffen rund ein Dutzend Verletzte.
Das Wichtigste in Kürze
Russland hat ein Exportverbot für Kerosin bis Ende November 2026 verhängt, um die heimische Treibstoffversorgung zu sichern.
Hintergrund sind ukrainische Drohnenangriffe auf russische Raffinerien und Öllager, die die Treibstoffproduktion zunehmend beeinträchtigen.
In der grenznahen Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine habe es auch Einschläge in zwei Wohnblocks gegeben, teilte Gouverneur Oleh Synjehubow mit. Dabei seien in Charkiw zwei Personen verletzt worden, eine weitere Frau habe es in der Kleinstadt Bohoduchiw getroffen, schrieb er auf Telegram.
Drei Verletzte gab es in der Nacht auch im südukrainischen Cherson. Das russische Militär beschoss die Stadt mit Artillerie. Nach Angaben der Stadtverwaltung schlug ein Geschoss gegen 1.30 Uhr Ortszeit (0.30 Uhr MESZ) in einem Wohnhaus ein. Vier weitere Personen wurden nach Behördenangaben in den Landkreisen der Region verletzt, allerdings blieb bei diesen Angaben offen, ob die Opfer in der Nacht oder im Verlaufe des Vortags getroffen wurden.
Vier weitere Verletzte gab es in der Region Dnipropetrowsk. Eine 54-Jährige schwebe in Lebensgefahr, teilte der Gouverneur Olexander Hanscha am Morgen mit. Zum Zeitpunkt der Angriffe machte er keine Angaben. Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg.
Treibstoffproduktion immer mehr beeinträchtigt
Erst in der Nacht auf Sonntag hatte Kiew erneut Ölanlagen in mehreren Regionen in Russland mit Drohnen angegriffen. Unter Beschuss gerieten Berichten zufolge ein Öllager nahe der Stadt Taganrog am Asowschen Meer und eine Raffinerie in Saratow an der Wolga. Vor allem in Saratow dürfte die Attacke wohl schwere Folgen für die Produktion gehabt haben. Auf der von Russland 2014 annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim kündigte der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow am Sonntag Beschränkungen für den Verkauf von Benzin an.
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