Schumann begrüßt Gesundheitsforderungen des Rechnungshofes
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von AgenturenSchumann beim Ministerrat Ende April
Bild: APA/APA/HELMUT FOHRINGER/HELMUT FOHRINGER
Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) begrüßt die vom Rechnungshof vorgebrachten Reformvorschläge im Gesundheitsbereich. Viele der angesprochenen Punkte würden sich, so Schumann, mit den derzeit laufenden Arbeiten der Reformpartnerschaft Gesundheit zwischen Bund, Ländern, Sozialversicherung, Gemeindebund und Städtebund decken. In dem am Freitag veröffentlichten Papier legt der Rechnungshof (RH)15 Vorschläge für Versorgungsstrukturen, Finanzierung und Steuerung vor.
Unter den Vorschlägen finden sich etwa sogenannte "Performance-Indikatoren", die der RH einführen will. So sollten Daten besser erhoben und genutzt, die Versorgungs- und Personalplanung verbessert und die Qualitätssicherung und Patientenorientierung ausgebaut werden. Im Bereich der Finanzierung schlägt er vor, die Mittelverteilung abgeleitet aus der Zielstruktur festzulegen, nach dem Motto "Geld folgt Leistung".
Sparen solle man bei "Faktorkosten", etwa bei Ärztegehältern oder für Medikamente, weil diese in den letzten Jahrzehnten über dem allgemeinen Wirtschaftswachstum gestiegen seien. Zudem sollten Selbstbehalte oder sonstige Zuzahlungen der Patienten geprüft werden. Bei den "Versorgungsstrukturen" möchte man im Rechnungshof ein Zielbild entwickeln, etwa für mehr Primärversorgung, weniger Parallelitäten und eine Konzentration bei den Spitälern.
Digitalisierung und Telemedizin sollen vorangetrieben werden
Gemeinsam mit den Partnern werde derzeit "intensiv an einem langfristigen Zielbild für das Gesundheitssystem im Jahr 2040" gearbeitet, betonte Schumann in einer Aussendung. Damit solle das öffentliche Versorgungsversprechen erneuert und die Gesundheitsversorgung "nachhaltig und finanzierbar" abgesichert werden. Besonders wichtig seien dabei Maßnahmen zur besseren Zusammenarbeit und effizienteren Steuerung. Dazu zählen etwa gemeinsame Beschaffungen und Einkaufsmodelle, um Kosten zu senken und vorhandene Mittel gezielter einzusetzen.
Auch im Bereich Digitalisierung und Telemedizin brauche es einen Schub. "Digitale Angebote und telemedizinische Lösungen können die Versorgung der Patientinnen und Patienten verbessern und gleichzeitig helfen, Ressourcen effizienter einzusetzen. Genau daran arbeitet darüber hinaus auch eine eigene Arbeitsgruppe im Rahmen der Reformpartnerschaft", betont Schumann.
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