Schwerer Raub in Vorarlberg: 7,5 Jahre Haft für Angeklagte

Veröffentlicht:

von Agenturen

Die beiden Georgier wurden am Landesgericht Feldkirch verurteilt

Bild: APA/APA/THEMENBILD/JOCHEN HOFER


- Anzeige -
- Anzeige -

Zwei Männer im Alter von 36 und 53 Jahren sind am Freitag am Landesgericht Feldkirch wegen schweren Raubes zu jeweils siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die beiden georgischen Staatsbürger wurden für schuldig befunden, im März 2023 einen 92-jährigen Immobilienmakler in seinem Büro in Bregenz ausgeraubt und verletzt zu haben. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die zwei Männer ließen sich von einem Komplizen zu dem Makler in der Bregenzer Bahnhofstraße chauffieren. Der Fahrer spielte eine untergeordnete Rolle und war über die Geschehnisse im Gebäude angeblich nicht genauer informiert. Er wurde bereits rechtskräftig zu 18 Monaten Haft verurteilt und nach Georgien abgeschoben. Die beiden Angeklagten schlichen sich zunächst in das Büro des Maklers und täuschten vor, ein Haus kaufen zu wollen. Dann attackierten sie den 92-Jährigen, der trotz seines hohen Alters noch gerne arbeitete, und rangen ihn zu Boden.

53-Jähriger kniete auf Opfer

Der 53-Jährige kniete auf das klein gewachsene, gebrechliche Opfer und brach ihm eine Rippe. In weiterer Folge wurde der Geschäftsmann mit Klebeband und einem Geschirrtuch geknebelt. Die Räuber erbeuteten lediglich 300 Euro. Aufgrund der brutalen Vorgangsweise der Täter trug der Bregenzer unzählige blaue Flecken und Schwellungen davon. Weil seine Wirbelsäule überdehnt wurde, leidet er seitdem verstärkt unter Schwindel und Schlaflosigkeit.

Die Angeklagten bekannten sich zu dem Raub nicht schuldig und zeigten sich über das Urteil - das auch eine Zahlung von 3.000 Euro an das Opfer vorsieht - verärgert. Sie werden es von ihren Verfahrenshelfern bekämpfen lassen. Die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab, somit ist das Urteil nicht rechtskräftig.

- Anzeige -
- Anzeige -

Mehr entdecken