Social Media: Königsberger-Ludwig für Schutz wie bei Alkohol
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von AgenturenProdukte mit potenziell gesundheitsschädlicher Wirkung
Bild: APA/APA/GEORG HOCHMUTH/GEORG HOCHMUTH
Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) pocht auf ein rasches Social-Media-Verbot für Jugendliche. "Kinder brauchen Schutz - wie bei Alkohol und Tabak", betonte sie am Donnerstag in einer Aussendung nach Urteilen gegen Social-Media-Konzerne in den USA. "Wenn Plattformen gezielt mit Mechanismen arbeiten, die süchtig machen, dann reden wir nicht mehr nur über Mediennutzung - sondern über ein Produkt mit potenziell gesundheitsschädlicher Wirkung", sagte sie.
Solche Produkte müssten reguliert werden, forderte die Staatssekretärin. Ein US-Gericht halte es für plausibel, dass Plattformen ein "gefährliches Produktdesign" aufweisen könnten - und dass damit, ähnlich wie bei Tabak oder Medikamenten, grundsätzlich eine Haftung möglich ist. Besonders relevant ist dabei, dass sich die Klagen ausdrücklich gegen die Funktionsweise der Plattformen und nicht gegen einzelne Inhalte richten, erläuterte Königsberger-Ludwig. Es gehe um das Design der Plattformen - etwa Algorithmen, Endlos-Scrolling oder Belohnungssysteme wie Likes.
Klare Regeln auch in Europa
"Dieses Urteil zeigt klar: Plattformen tragen Verantwortung für die Wirkung ihrer Produkte. Wenn ein System darauf ausgelegt ist, Aufmerksamkeit zu binden und Nutzerinnen und Nutzer möglichst lange zu halten, dann ist das kein Zufall - sondern Geschäftsmodell", betonte die Gesundheitsstaatssekretärin. Es sei Zeit für klare Regeln auch in Europa. "Wir dürfen nicht warten, bis sich die Probleme weiter verschärfen. Wenn wir wissen, dass diese Systeme gezielt Suchtmechanismen nutzen, dann müssen wir handeln - insbesondere zum Schutz von Kindern und Jugendlichen."
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