Streit unter Nachbarn in Wien endet im Spital
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von AgenturenEiner von zwei Kontrahenten in Spital eingeliefert, einer festgenommen
Bild: APA/APA/THEMENBILD/EVA MANHART
Eine Unstimmigkeit unter zwei Nachbarn ist Samstagabend in Wien-Donaustadt gehörig eskaliert. Statt eines "klärenden Gesprächs", wie offenbar zunächst beabsichtigt, gab es eine handfeste Auseinandersetzung samt Todesdrohungen. Am Ende musste die Berufsrettung einen 57-Jährigen nach der notfallmedizinischen Erstversorgung in ein Spital einliefern. Bei beiden Männern wurde laut Polizei eine Alkoholisierung von rund zwei Promille festgestellt.
Der 57-Jährige trug laut Polizeisprecherin Irina Steirer eine Prellung an einem Finger und eine Rissquetschwunde im Gesicht davon. Er hatte seinen Nachbarn in einem Mehrparteienhaus in der Anton-Sattler-Gasse aufgesucht, offenbar zwecks "Aussprache". Als der 44-Jährige öffnete, soll er dem 57-Jährigen unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, schilderte die Sprecherin den Ermittlungsstand vom Sonntag. "Anschließend soll der 44-Jährige ein Messer geholt, den 57-Jährigen mit dem Umbringen bedroht und sich wieder in seine Wohnung zurückgezogen haben."
"Ausprachen" eskalierten
Der Verletzte suchte bei einem weiteren Nachbarn Hilfe. Gemeinsam kontaktierten sie den 44-Jährigen telefonisch. Offenbar wurde eine "neuerliche Aussprache", so die Polizei, in der Wohnung des anderen Nachbarn vereinbart. "Als dem 44-Jährigen die Tür geöffnet wurde, soll dieser unvermittelt in die Wohnung gestürmt sein und erneut auf den 57-Jährigen eingeschlagen haben", berichtete Steirer. Erneut soll der Mann ein Messer gezogen haben.
Der Nachbar ging dazwischen und trennte die beiden Männer. Außerdem rief er die Polizei. Der 44-Jährige, ein österreichischer Staatsbürger, wurde vorläufig festgenommen und angezeigt, mit einem vorläufigen Waffenverbot sowie einem Betretungs- und Annäherungsverbot belegt. Das Messer wurde sichergestellt.
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