Kontrollanspruch
Trump zeigt Landkarte: Grönland und Kanada als Teil der USA?
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von Quelle: APA, JOYN NewsDETROIT - USA: Flags of Canada and United States fly across the international border on the Gordie Howe International bridge that connects Windsor, Ontario, Canada and Detroit, Michigan on September 6, 2026. Canada announced on August 25, 2026 counter-tariffs on US goods ranging between 15 and 50 percent, intensifying the trade war between the historically close allies. Ottawa's retaliation will take effect September 8, a timeframe earlier outlined by Prime Minister Mark Carney after US President Donald Trump's 50-percent duties came into place August 22, 2026. (Photo by JEFF KOWALSKY / AFP).
Bild: APA/APA/AFP/JEFF KOWALSKY
Mit Kanada hat US-Präsident Donald Trump einen heftigen Zollstreit, bei Grönland macht er Kontrollansprüche geltend und mit Handelspartner Mexiko lag er auch schon im Clinch: Jetzt provoziert der Republikaner mit einer Nordamerika-Landkarte, die diese Länder und die Arktisinsel in die US-Flagge gehüllt darstellt. Darauf prangt nur ein einziger Ländername: Vereinigte Staaten von Amerika.
Das Wichtigste in Kürze
US-Präsident Donald Trump sorgt mit einer Nordamerika-Karte für Aufsehen, auf der Kanada, Mexiko, Grönland und weitere Gebiete unter einer US-Flagge dargestellt sind.
Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum reagierte scharf und betonte, ihr Land sei ein freier und souveräner Staat.
In die auf der Plattform Truth Social veröffentlichte Grafik einbezogen waren unter anderem auch Island und Kuba - dem schwer angeschlagenen Karibikstaat hatte Trump schon offen mit einer Übernahme gedroht. Trump kommentierte die Landkarte nicht, sondern ließ sie für sich stehen.
Mit deutlichen Worten reagierte Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum wenige Stunden nach Trumps Post. Auf der Plattform X schrieb sie, dass ihr Land weder eine Kolonie noch ein Protektorat eines fremden Landes sei oder jemals sein werde. "Wir sind stolz darauf, ein freies, unabhängiges und souveränes Land zu sein", schrieb sie. Trump nannte sie dabei nicht namentlich.
Der US-Präsident kokettiert immer wieder mit dem Wunsch, sich andere Länder und Inseln einzuverleiben. Im Falle von Kanada hatte Trump anklingen lassen, dass das Nachbarland der 51. Staat der USA werden könnte. Grönland will er kaufen und argumentiert, nur die USA könnten die zu Dänemark gehörende Insel gegen Begehrlichkeiten beispielsweise aus Russland oder China verteidigen.
Trumps Faible für Umbenennungen
Trump hat in seiner zweiten Amtszeit seit 2025 auch schon zum Mittel von geografischen Umbenennungen gegriffen, um die Dominanz der USA zu demonstrieren. Zuerst taufte er den Golf von Mexiko in "Golf von Amerika" um. Jüngst ordnete er die Umbenennung des Sees Lake Ontario, durch den die Grenze zu Kanada verläuft, in "Lake America" an.
Am Wochenende brachte er eine neue Idee auf, die die USA selbst betreffen. Aus dem US-Staat New Mexico könnte "New America" werden. Das legte zumindest einer seiner Posts auf Truth Social nahe. Er zeigte eine Karte des US-Staats, auf der das Wort "Mexico" durchgestrichen war - stattdessen stand dort "America".
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