Trumps Sondergesandter zu Besuch in Grönland eingetroffen
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von AgenturenJeff Landry erstmals als Sondergesandter in Grönland
Bild: APA/APA/AFP/Getty (Archiv)/KEVIN C. COX
Der US-Sondergesandte für Grönland, Jeff Landry, ist zu einem mehrtägigen Besuch auf der arktischen Insel eingetroffen. Landry landete am Sonntag in der grönländischen Hauptstadt Nuuk, wie die Zeitung "Sermitsiaq" berichtete. Es ist der erste Grönland-Besuch des republikanischen Gouverneurs von Louisiana in seiner Funktion als Sondergesandter.
Landry will am Dienstag und Mittwoch an einem Wirtschaftsforum in Nuuk teilnehmen. Die von einem Arbeitgeberverband organisierte Veranstaltung hat zum Ziel, die Investitionen in Grönland zu fördern.
Der US-Botschafter in Dänemark, Kenneth Howery, wird am Montag in Grönland erwartet. Geplant seien Gespräche der beiden US-Vertreter mit zahlreichen Grönländern, teilte die US-Botschaft in Kopenhagen mit. Bei den Treffen solle es darum gehen, die "wirtschaftliche Möglichkeiten zu erweitern, zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen und das Verständnis zwischen den Vereinigten Staaten und Grönland zu vertiefen".
Grönlands Regierungschef: "Es gibt noch keine Übereinkunft"
In Gesprächen über die Zukunft Grönlands ist nach Angaben des grönländischen Regierungschefs Jens-Frederik Nielsen noch keine Einigung mit den USA erzielt worden. "Wir befinden uns in Verhandlungen, aber es gibt noch keine Übereinkunft", sagte Nielsen am Dienstag auf einem Demokratiegipfel in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen.
Zuletzt hatten Medien berichtet, US-Präsident Donald Trump strebe die Schaffung drei weiterer US-Militärstützpunkte auf Grönland an. Regierungschef Nielsen sagte, die USA könnten bereits auf Grundlage bestehender Verteidigungsabkommen weitere Basen eröffnen. "Ich kann nichts Konkretes aus den Verhandlungen sagen, aber wir sind bereit, mehr zu tun und mehr Verantwortung zu übernehmen", sagte Nielsen und ergänzte: "Wir fordern nur Respekt."
Trump stellt Besitzansprüche
Trump hatte schon während seiner ersten Amtszeit erklärt, die USA wollten das als Autonomiegebiet zum NATO- und EU-Mitgliedstaat Dänemark gehörende Grönland kaufen. Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Jänner 2025 äußerte er die Besitzansprüche der USA wiederholt - und schloss sogar militärische Gewalt nicht aus. Der US-Präsident begründet den Anspruch mit einer drohenden Ausweitung der Präsenz Chinas und Russlands in der Arktisregion.
Von Drohungen einer gewaltsamen Übernahme sah Trump jedoch Ende Jänner nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte ab. Danach fand ein erstes Treffen von US-Vertretern mit dänischen und grönländischen Vertretern in Washington statt.
Landry bat um Treffen mit grönländischem Regierungschef
Regierungschef Nielsen zufolge hat der US-Sondergesandte für Grönland, Jeff Landry, für kommende Woche um ein Treffen in Grönlands Hauptstadt Nuuk gebeten. Ein Termin stehe noch nicht fest. In Dänemark steht nach der Parlamentswahl von Ende März die Bildung einer Regierung noch aus.
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