Tulln-Challenger als Bühne für möglichst viele Österreicher
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von AgenturenMelzer über Wegfall von Challengern nicht erfreut
Bild: APA/APA/EVA MANHART/EVA MANHART
Zum bereits sechsten Mal ist Tulln vom 7. bis 13. September Schauplatz eines ATP-Challengers. Turnierboss ist Florian Leitgeb, der auch das zweite Challengerturnier in Mauthausen verantwortet. Es sind die aktuell letzten zwei verbliebenen Events auf diesem Level in Österreich nach dem Rückzug von zwei anderen Schauplätzen, was am Montag bei einer Pressekonferenz in der Gartenstadt mit Bedauern registriert wurde.
"Wir haben gezeigt, dass wir immer ein sehr attraktives Spielerfeld nach Tulln bringen, auch wenn man sich dann die Weiterentwicklung dieser Spieler anschaut", erinnerte Leitgeb zum Beispiel an Flavio Cobolli, der 2023 in Tulln bis ins Semifinale gekommen war. Mittlerweile hat sich der Italiener auf Platz 14 im ATP-Ranking nach vorgearbeitet. "Oder aktuell Neil Oberleitner, der letztes Jahr hier gewonnen hat (mit Joel Schwärzler, Anm.), und morgen spielt er (Doppel-)Viertelfinale in Paris. Wir bringen Namen, die man kennt, aber auch Namen, die man sich für die Zukunft merken muss", sagte Leitgeb auf der Anlage des TC Tulln.
Bedauern über Wegfall von Challengern
Leitgeb wünscht sich eine zahlreiche Teilnahme von Österreichern, wobei sich freilich derzeit noch niemand festgelegt hat. Der Sohn des verstorbenen Trainers und Managers von Thomas Muster, Ronald Leitgeb, bedauert, dass die Challengeranzahl von vier vor einigen Jahren nach dem Rückzug von Salzburg und Bad Waltersdorf auf nur noch zwei zurückgegangen ist. ÖTV-Sportdirektor Jürgen Melzer sieht das genauso. "Im Moment geht es leider ein bisschen in die falsche Richtung, was die Challenger in Österreich angeht. Man sieht, dass die wirtschaftliche Lage nicht so leicht ist, dass man die bestehenden Turniere hält." Gerade auf dieser Ebene sei es wichtig, Turniere im eigenen Land zu haben, damit Spieler Fuß fassen können. Vicenza-Sieger Lukas Neumayer habe gezeigt, dass er diesen nächsten Schritt zum Challengersieger immer wieder schaffen kann. "Es ist wichtig, dass wir in Österreich noch solche Turniere haben."
Auch aus internationaler Sicht, ergänzte Leitgeb, werde man sich bemühen, zwei, drei bekannte Namen in die Messestadt zu holen. Von den Österreichern sei außer mit Sebastian Ofner mit allen Österreichern zu rechnen. Für das Starterfeld hängt freilich auch einiges von den US Open ab, Tulln findet in der zweiten Turnierwoche des letzten Majors statt. Das Turnier wird immer wieder auf jährlicher Basis verhandelt, Leitgeb sieht da derzeit aber keine Sorgen, und Mauthausen ist auf mehrere Jahre gesichert.
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