Umfangreiche, wechselseitige Luftangriffe Russland-Ukraine

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von Agenturen

Russische Angriffe treffen immer wieder Wohnhäuser wie hier in Dnipro

Bild: APA/APA/AFP/MYKOLA SYNELNYKOV


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Das russische Militär hat erneut über einen großflächigen ukrainischen Drohnenangriff in der Nacht auf Dienstag berichtet. 315 feindliche Flugobjekte seien abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Abschüsse erfolgten über fast allen Regionen des westlichen und zentralen Russlands einschließlich der Hauptstadtregion um Moskau. Die Zahl spricht für einen großen Angriff. Bei russischen Angriffen auf die Ukraine starben mindestens zwei Menschen.

Die russische Militärstatistik lässt aber - anders als die ukrainische Zählung - keine Rückschlüsse auf die Abfangquote zu. Ein Ziel schien nach Angaben russischer wie ukrainischer Telegramkanäle die Raffinerie von Jaroslawl an der Wolga nordöstlich von Moskau zu sein. Der regionale Gouverneur Michail Jewrajew teilte mit, dass Drohnentrümmer einen Brand in einem Industriebetrieb ausgelöst hätten. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Die Ausfallstraße nach Moskau sei gesperrt worden. Genau dort liegt die Raffinerie, die zu den größten in Russland zählt.

Die ukrainische Armee beschießt seit Monaten systematisch Raffinerien, Pumpstationen und Exporthäfen der russischen Ölindustrie. So soll die Treibstoffversorgung der russischen Armee gestört werden, die Exportausfälle sollen die Kriegskasse des Kremls schmälern. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte auf X, die russische Raffineriekapazität sei in den vergangenen Monaten um zehn Prozent gesunken. In der Nacht auf Sonntag hatte ein massiver ukrainischer Drohnenangriff erstmals Schäden in Moskauer Vorstädten angerichtet.

Zwei Tote bei russischem Raketenangriff auf Nordukraine

Bei einem russischen Raketenangriff auf das Zentrum der Stadt Pryluky in der nordukrainischen Region Tschernihiw wurden nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Menschen getötet. Mindestens 17 weitere seien verletzt, darunter ein Teenager, teilte Regionalgouverneur Wjatscheslaw Tschaus über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Bei dem Angriff rund 150 Kilometer östlich der Hauptstadt Kiew sei ein Unternehmen getroffen worden. Zudem seien ein nahe gelegenes Einkaufszentrum und ein Supermarkt beschädigt worden.

Die ukrainische Luftwaffe meldete in der Früh, Russland habe über Nacht mit 209 Drohnen verschiedener Typen angegriffen. Davon seien 180 abgefangen worden. Einschläge gab es unter anderem in Charkiw, wo nach Angaben ziviler Behörden drei Menschen verletzt wurden.

Ein weiteres Ziel war demnach der Donauhafen Ismajil. Dabei wurden nach Angaben örtlicher Behörden Hafenanlagen beschädigt. Fast alle Flugkörper seien abgeschossen worden, es gebe keine Opfer. Zudem wurden aus den Regionen Dnipropetrowsk, Mykolajiw und Saporischschja Angriffe gemeldet.

Russland beginnt großes Manöver seiner Streitkräfte

Parallel zum Besuch von Kremlchef Wladimir Putin in Peking begann Russland ein dreitägiges Großmanöver mit Zehntausenden Soldaten und Übungen seiner Nuklearkräfte. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, 64.000 Soldaten und 7.800 Stück Technik kämen zum Einsatz, darunter mehr als 200 Raketenabschussvorrichtungen.

An der Übung nähmen auch 140 Flugzeuge, 73 Marineschiffe und 13 U-Boote teil. Acht dieser U-Boote seien Träger von Nuklearraketen, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass. Von den Seestreitkräften seien die Nordflotte im europäischen Norden Russlands und die Pazifikflotte im Fernen Osten beteiligt.

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Tests mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern

Ziel sei, die Einsatzbereitschaft von Kommandostrukturen wie der Truppen bei der Abschreckung eines möglichen Gegners zu überprüfen, teilte das Militär mit. Es werde Tests mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern auf Zielgelände in Russland geben.

Schon am Vortag war mitgeteilt worden, dass auch der Einsatz der in Belarus stationierten Nuklearwaffen trainiert werde. Das Außenministerium der Ukraine erklärte dazu, Moskau mache Minsk zum Komplizen seiner Atomdrohungen. Putin wird am Dienstag zu einem zweitägigen Besuch in Peking erwartet - kurz nach einer Visite von US-Präsident Donald Trump.

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