USA betonen gewollte Vermittlerrolle im Ukraine-Krieg

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von Agenturen

Rubio sinniert, wie er Russland zu Kriegsstopp bringen kann

Bild: APA/APA/AFP/POOL/JULIA DEMAREE NIKHINSON


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Nach den jüngsten russischen Großangriffen wollen die USA nach Angaben von Außenminister Marco Rubio weiter im Ukraine-Krieg vermitteln. "Die USA stehen bereit und sind gewillt, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um ein Ende dieses Krieges zu erleichtern", sagte Rubio am Dienstag in Indien. Zuvor hatte Russlands Außenminister Sergej Lawrow Diplomaten und Ausländer vor bevorstehenden Angriffen auf Kiew gewarnt.

"Jedes Mal, wenn man diese massiven Angriffe der einen oder anderen Seite sieht, ist dies eine mahnende Erinnerung daran, warum dies ein schrecklicher Krieg ist", sagte Rubio nach einem Telefonat mit seinem russischen Kollegen Lawrow und forderte: "Er muss beendet werden." Die USA hofften, dass sich "zu gegebener Zeit" die Gelegenheit bieten werde, auf ein Ende des Kriegs hinzuwirken, sagte der US-Außenminister.

Bei dem Gespräch am Montag hatte Lawrow nach Angaben Moskaus eine zuvor an Ausländer und Mitarbeiter diplomatischer Vertretungen in Kiew ausgesprochene Aufforderung, die ukrainische Hauptstadt angesichts bevorstehender neuer Angriffe zu verlassen, wiederholt.

Zynische Warnungen Moskaus

In dem zuvor erfolgten Aufruf forderte Russland Ausländer und Diplomaten in Kiew auf, die ukrainische Hauptstadt angesichts bevorstehender neuer Angriffe zu verlassen. "Die Angriffe werden sowohl auf Entscheidungszentren als auch auf Kommandoposten zielen", teilte das Außenministerium in Moskau am Montag mit. "Ausländische Bürger, einschließlich des Personals diplomatischer Missionen und internationaler Organisationen" würden dringend dazu aufgerufen, "die Stadt so bald wie möglich zu verlassen".

Rubio sagte am Dienstag auf Nachfrage vor Journalisten, Russland habe "eine Mitteilung an alle Botschaften geschickt", nicht nur an die US-Vertretung. Ein Sprecher des französischen Außenministeriums erklärte am Montag: "Wir sind an Putins Drohungen gewöhnt. Eine Evakuierung kommt nicht in Frage." Der Botschafter der Europäischen Union in Kiew schrieb auf Facebook: "Wir gehen nirgendwohin."

Die Ukraine bezeichnete die Drohungen Russlands indes als "Rhetorik". "Wir sagen unseren Partnern, dass sie dieser russischen Erpressung nicht nachgeben sollen", erklärte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha.

Russland hatte in den vergangenen Tagen zahlreiche Drohnen und Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Moskau setzte dabei auch die Hyperschallrakete Oreschnik ein, die nach Angaben aus Moskau mit Atomsprengköpfen bestückt werden kann. Die Ukraine meldete am Montag vier Todesopfer. Bei nächtlichen russischen Angriffen auf Kiew wurden am Wochenende auch das ARD-Studio sowie das Büro der Deutschen Welle (DW) massiv beschädigt und teilweise zerstört. Am Dienstag gab es nach bisheriger Bilanz zumindest einen Kriegstoten in der Ukraine.

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