Web-Schau zeigt Verbindung zwischen Secession und Fotografie
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von AgenturenEin Gruppenporträt der Secessionisten, aufgenommen 1902 von Moriz Nähr
Bild: APA/APA/ÖNB
Was hatten Gustav Klimt oder Koloman Moser mit der Fotografie am Hut? Die Österreichische Nationalbibliothek zeichnet in ihrer neuen Online-Ausstellung "Brennpunkt Moderne: Die Wiener Secession und die Fotografie" die enge Verbindung zwischen bildender und abbildender Kunst rund um die Secessionisten nach. Ausgangspunkt ist dabei das aus 700 Bildoriginalen bestehende Archiv der Secession, das die ÖNB 1951 übernommen hat und nun digital zugänglich ist.
1897 gegründet, versammelte die unabhängige "Vereinigung bildender Künstler Wiener Secession" in einem eigens dafür zwischen Karlsplatz und Wienzeile nach den Plänen von Joseph Maria Olbrich errichteten eigenen Ausstellungshaus und unter der Präsidentschaft von Klimt die Speerspitze des heimischen Kunstschaffens, die mit dem damals hoch im Kurs stehenden Historismus bewusst brachen. Zum erweiterten Netzwerk zählten auch führende Vertreterinnen und Vertreter der zeitgenössischen Kunstfotografie. "Die Avantgarde der Fotografie traf hier auf die Avantgarde der bildenden Kunst", heißt es in den Unterlagen zur Schau.
Die präsentierten Aufnahmen dokumentieren historische Ausstellungen auf beeindruckende Weise: Sie erlauben einerseits die Rekonstruktion der gezeigten Kunstwerke, andererseits geben zahlreiche Innenaufnahmen einen detaillierten Einblick in die puristisch-reduzierten Präsentationsformen der damaligen Zeit. Sie können als Vorläufer vieler innovativer und moderner Ausstellungskonzepte der Gegenwart gesehen werden. Persönliche Verbindungen zwischen Künstlerinnen und Künstlern werden ebenso nachvollziehbar gemacht wie die Rolle der Fotografie in Ausstellungen und Kunstpublikationen wie der Zeitschrift der Wiener Secession, "Ver Sacrum".
Begleitende Gesprächsrunde
Begleitend zur Web-Ausstellung lädt die ÖNB am Mittwoch (15. April) um 18 Uhr zu einer Gesprächsrunde zum Thema. Unter der Moderation von Kurator Uwe Schögl sind auch Elisabeth Dutz, Chefkuratorin der grafischen Sammlung der Albertina, Sabine Plakolm-Forsthuber von der Fakultät für Architektur und Raumplanung der TU Wien und Sandra Tretter, stellvertretende Direktorin und wissenschaftliche Leiterin der Klimt-Foundation, am Podium. Im Anschluss an den Talk werden nur an diesem Abend ausgewählte Originalobjekte im Prunksaal der ÖNB präsentiert. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
(S E R V I C E - https://ausstellung.onb.ac.at/online-ausstellungen/brennpunkt-moderne-die-wiener-secession-und-die-fotografie )
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