Comeback am Mittwoch

WM-Auftakt gegen Jordanien: ÖFB-Team gilt als klarer Favorit

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von Quelle: APA, JOYN News

PULS 24 Live

WM-Auftaktmatch: ÖFB-Elf trifft auf Jordanien

Videoclip • 08:11 Min


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Österreichs Fußball-Nationalteam gibt am Mittwoch nach 28 Jahren sein Comeback auf der großen WM-Bühne. Das ÖFB-Kader gilt in Santa Clara gegen Jordanien als klarer Favorit.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim WM-Auftakt gegen Jordanien am Mittwoch gilt das ÖFB-Team als Favorit.

  • Trotzdem dürfe der Gegner Jordanien nicht unterschätzt werden, warnte Teamchef Ralf Rangnick.

Ein Sieg über den WM-Neuling Jordanien würde bereits vor den weiteren Gruppe-J-Partien gegen Argentinien und Algerien einen großen Schritt Richtung Sechzehntelfinale bedeuten. Teamchef Ralf Rangnick ist sich der Rollenverteilung bewusst, warnte aber auch vor dem Gegner.

"Es gibt bei uns niemanden, der das Spiel in irgendeiner Form auf die leichte Schulter nimmt. Wir sind uns im Klaren, dass wir auf einen richtig starken, unangenehmen Gegner treffen, der versucht, den Gegner anzusaugen und mit langen Bällen umzuschalten", sagte Rangnick. "Jordanien ist nur für diejenigen, die sich nicht damit beschäftigt haben, ein leichter Gegner."

Jordanien "keine Laufkundschaft"

Außerdem betonte der Deutsche, der erst am Samstag seine Vertragsverlängerung beim ÖFB bekanntgegeben hatte: "Jordanien ist alles andere als ein leichter Gegner, nicht mit San Marino zu vergleichen. Das ist alles andere als Laufkundschaft, gegen die man im Vorbeigehen gewinnt."

Die Auswahl aus dem Nahen Osten gilt als taktisch diszipliniert, ihre Dreier- beziehungsweise Fünferkette ist nur schwer zu knacken. Im Spiel nach vorne versucht man durch schnelle Konter Nadelstiche zu setzen, eine Schlüsselrolle kommt in diesem Zusammenhang Mousa Al-Tamari zu. Der 28-jährige Flügelspieler von Stade Rennes, auch "Jordaniens Messi" genannt, ist der einzige Europa-Legionär im Kader, er brachte es in der abgelaufenen Ligue-1-Saison auf sieben Tore und elf Assists.

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ÖFB-Gegner seit fünf Partien sieglos

Laut Rangnick verfüge Jordanien "über einen klaren Auftritt und ein sehr kompaktes, mannschaftliches Verhalten." Trotz aller Respektsbekundungen ist die Ausgangsposition aber klar: Österreich trifft als Weltranglisten-25. auf den Weltranglisten-64., der seit fünf Länderspielen sieglos ist und die jüngsten zwei Tests verloren hat.

Das ÖFB-Team hingegen gewann alle drei Länderspiele dieses Jahres. Bei einem weiteren Erfolg wäre man dem erklärten Minimalziel Sechzehntelfinale schon relativ nahe. "Wir wissen um die Bedeutung dieses Spiels, dass es richtungsweisend ist, und genauso werden wir es auch angehen", versprach Rangnick.

Keine Angaben zur Startformation

Naturgemäß keine Angaben machte der Deutsche zu seiner Startformation, die er den Spielern bereits am Samstag mitgeteilt hatte. Offen ist unter anderem die Frage, wer den verletzten Christoph Baumgartner ersetzt. Als Kandidaten gelten Carney Chukwuemeka, Paul Wanner oder Sasa Kalajdzic. Letzterer präsentierte sich in den ÖFB-Trainings in starker Form und ist daher wohl auch ein Kandidat für die Rolle als Solospitze. Alle 26 Kaderspieler seien fit und einsetzbar, berichtete Rangnick rund 24 Stunden vor dem Anpfiff.

Der Coach beteuerte, er werde bei der Wahl seiner Aufstellung nicht nur gute Leistungen in der Vergangenheit, sondern vor allem die aktuelle Verfassung berücksichtigen. "Wir werden natürlich versuchen, sowohl das eine als auch das andere in Betracht zu ziehen. Aber es ist schon so, dass wir in erster Linie schauen, wer in Form ist. Wir werden keine Dankbarkeitsentscheidungen für Verdienste in der Vergangenheit treffen."

Rangnick selbst ist der erst zweite Trainer, der bei einem WM- und EM-Match auf der ÖFB-Bank sitzt - davor gelang dies nur Josef Hickersberger (WM 1990 und EM 2008). Die österreichische Bundeshymne wird der Schwabe deshalb aber nicht aus voller Brust intonieren, sondern bestenfalls mitsummen. "Wenn wir wirklich sehr, sehr weit kommen, könnte ich mir vorstellen, die Hymne ganz mitzusingen. Im Moment kann ich sie aber noch nicht, selbst bei 'I am from Austria' bin ich noch nicht hundertprozentig textsicher", erzählte Rangnick.


Jordanien vor WM-Debüt

Für Jordanien bedeutet die Partie im Heimstadion der San Francisco 49ers eine Premiere. Der Asien-Cup-Zweite von 2024 absolviert sein erstes WM-Match, die Erwartungen sind hoch. "Wir können bei diesem Turnier einen starken Eindruck hinterlassen. Die Spieler sind sich der Verantwortung und der Ehre bewusst, Jordanien erstmals bei einer WM zu repräsentieren", erklärte Teamchef Jamal Sellami, der mit Marokko an der WM 1998 teilgenommen hatte.

Vom ÖFB-Team schwärmte der 55-Jährige in höchsten Tönen. "Österreich hat eines der stärksten Teams bei dieser WM. Natürlich haben andere große Stars, aber bei ihnen ist die Mannschaft und auch der Trainer der Star", erklärte der 55-Jährige.

Die österreichische Mannschaft verfüge über viel Erfahrung und ein hohes Maß an Qualität. "Sie sind sehr effizient, wenn sie angreifen, und auch wenn sie manchmal in der Abwehr Fehler machen, bekommen sie nicht viele Tore", meinte Sellami. Der Marokkaner bezeichnete Marcel Sabitzer als den "Dynamo" der ÖFB-Equipe. "Aber Österreich hat auch noch weitere hervorragende Mittelfeldspieler und Stürmer."

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