WM-Aus für Österreich nach 1:4-Niederlage gegen USA
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von AgenturenJubel der Östereicher über den Ehrentreffer gegen die USA
Bild: APA/APA/AFP/SEBASTIEN BOZON
Für Österreichs Eishockey-Nationalteam ist die WM in der Schweiz nach der Vorrunde zu Ende. Die ÖEHV-Auswahl verpasste im "Finalspiel" gegen die USA in Zürich die Sensation, der Titelverteidiger erfüllte mit dem 4:1 (2:0,2:1,0:0) die Pflicht und zog ins Viertelfinale ein. Nach drei Siegen in den ersten drei Spielen und souverän geschafftem Klassenerhalt folgten für Österreich gegen die größeren Nationen vier Niederlagen in Folge.
Angesichts vieler Absagen, u.a. der NHL-Stars Marco Kasper und Marco Rossi, bilanzierte das junge österreichische Team mit Siegen gegen Großbritannien, Ungarn und Lettland dennoch positiv. Seit Österreich 2022 als "Nachrücker" vom WM-Ausschluss von Russland und Belarus profitierte, konnte sich die einstige Fahrstuhlmannschaft unter Teamchef Roger Bader als echte A-Nation etablieren. 2025 hatte Österreich erst zum zweiten Mal in der Neuzeit und nach 31 Jahren wieder das WM-Viertelfinale erreicht. Dieses Mal blieb die Kür aus. Die Schweiz, Finnland, Lettland und die USA stiegen aus dem Pool A in die Runde der letzten acht auf. Österreich landete hinter Deutschland auf Platz sechs.
Bader verteilte ein "Riesenlob" an seine Mannschaft. "Mit all den Ausfällen, vor allem auf der Center-Position, musste man schon fürchten, dass wir echte Probleme um den Klassenerhalt bekommen könnten. Dass sich die Mannschaft so entwickelt hat während der Vorbereitung, sich so reingekniet hat vom Kämpferischen her, das muss man sehr hoch werten", bilanzierte der Schweizer im ORF. Er forderte auch Realismus ein. "Ich möchte betonen, mit neun Punkten ist es die zweitbeste WM der letzten 20 Jahre."
Eiskalte US-Boys zum Beginn
Schon vor dem ersten Bully gegen das schwach ins Turnier gestartete US-Team galt es, einen Nackenschlag zu verdauen. Schlüsselspieler Dominic Zwerger (Schulterverletzung) und auch Maximilian Rebernig fielen für den Showdown angeschlagen aus. Bader musste die Angriffslinien umbauen. Zwergers Ersatzmann Tim Harnisch hätte Österreich früh in Führung schießen können, scheiterte nach Zuspiel von Benjamin Nissner aber an der Kreuzecklatte (4.).
Effizienter waren die US-Boys. Connor Clifton versenkte den ersten Torschuss des Favoriten zum 1:0 (5.), Ryan Ufko nutzte unzureichendes Abwehrverhalten für den Doppelschlag innerhalb von 44 Sekunden (6.). Die Chance auf den raschen Anschlusstreffer war da. Vinzenz Rohrer scheiterte bei einem Breakaway an der Stockhand von Goalie Devin Cooley.
Schwinger mit Ergebniskosmetik
Der mit NHL-Spielern gespickte Olympiasieger schien defensiv verwundbar, nutzte aber auch im Mitteldrittel eine der ersten Chancen. Nach einem abgefälschten Schuss traf Paul Cotter aus spitzem Winkel ins leere Tor (22.), Matthew Tkachuk erhöhte auf 4:0 (32.). Das ÖEHV-Team kämpfte im Rahmen seiner Möglichkeiten und ging mit einem Torerfolg ins Schlussdrittel. Simeon Schwinger fälschte einen Schuss von David Maier zum 1:4 ab (37.).
Österreich schaffte es im letzten Abschnitt, die Partie offen zu halten und klopfte mit Halbchancen durch wesentlich mehr Schussversuche am 2:4 an. Die Amerikaner boten vor 9.126 Zuschauern nur noch Stückwerk an, brachten den notwendigen Sieg aber ohne großes Zittern über die Zeit. "Wenn wir das ganze Spiel so spielen wie den Anfang und das Ende, schaut es anders aus", sagte Harnisch von ICE-Meister Graz99ers.
Der Spielverlauf sei letztlich auch der Klasse der Amerikaner geschuldet, meinte Bader. "Wir haben uns im letzten Drittel mehr als anständig von der WM verabschiedet", erklärte der Langzeit-Teamchef. "Ich bin durchaus zufrieden, wie wir uns heute verkauft haben. Wir müssen realistisch sein. Um solche Mannschaften wie die USA zu schlagen, muss alles passen."
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