Katastrophengebiet
Erdbeben in Venezuela: Mittlerweile 235 Tote, über 4300 Verletzte
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von Quelle: APA, JOYN NewsCARABALLEDA - VENEZUELA: Volunteers search for possible victims in a collapsed building following twin earthquakes in Caraballeda, La Guaira state, some 40 km northeast of Caracas, on June 25, 2026. The death toll from twin quakes, measured at magnitudes 7.2 and 7.5, has risen to at least 188, with more than 1,520 others injured, top lawmaker Jorge Rodriguez reported, while residents continue searching for missing relatives. (Photo by Federico PARRA / AFP).
Bild: APA/APA/AFP/FEDERICO PARRA
Nach dem verheerenden Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Toten auf 235 gestiegen. Mehr als 4.300 Verletzte seien bisher in Krankenhäusern behandelt worden. Das gab Gesundheitsminister Carlos Alvarado am Donnerstag bekannt. Noch ist das ganze Ausmaß der Katastrophe nicht abschätzbar. Allein im Bundesstaat La Guaira sind mehr als 70.000 Familien von der Katastrophe betroffen, teilte Innenminister Diosdado Cabello bei einem Besuch in dem schwer getroffenen Gebiet mit.
Das Wichtigste in Kürze
Nach den schweren Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Todesopfer gestiegen, mehr als 4.300 Menschen wurden verletzt und Zehntausende Familien sind betroffen.
Internationale Hilfsmaßnahmen laufen bereits an, während das Ausmaß der schwersten Naturkatastrophe des Landes seit Jahrzehnten noch nicht vollständig absehbar ist.
"Wir lassen euch nicht allein", sagte Cabello und kündigte umfassende Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie die Unterstützung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Wasser an. Zwei schwere Beben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten am Mittwoch den Norden und das Zentrum Venezuelas erschüttert - im Abstand von nur 39 Sekunden.
Hilfsaktionen laufen an
Washington mobilisierte 150 Millionen US-Dollar (132 Mio. Euro), US-Präsident Donald Trump bekräftigte bei einem Abendessen mit Farmern im Rosengarten des Weißen Hauses, dass sein Land Venezuela helfen werde. Auch das US-Militär soll dabei unterstützen. Unter anderem seien ein amphibisches Transportschiff, ein Küstenkampfschiff und Transportflugzeuge bereitgestellt worden, teilte das zuständige US-Regionalkommando Southcom mit. Kanada sagte laut Angaben des Außenministeriums in Ottawa 5 Millionen kanadische Dollar (3 Mio. Euro) humanitäre Hilfe zu. Internationale Hilfsteams mit Spürhunden bereiten sich auf den Einsatz in Venezuela vor.
Mexiko schickt ein 250-köpfiges Team aus Rettungskräften und Medizinern mit vier Flugzeugen nach Venezuela, wie Präsidentin Claudia Sheinbaum mitteilte. Fünf Spürhunde und eine Drohne seien ebenfalls Teil des Einsatzes. "Sobald sie dort angekommen sind und gemeinsam mit den venezolanischen Behörden eine Lagebeurteilung vorgenommen haben, werden wir sehen, welche zusätzliche Hilfe sie benötigen", sagte Sheinbaum.
Schwerste Naturkatastrophe seit Jahrzehnten in Venezuela
Es sei die schwerste Naturkatastrophe, die Venezuela in den vergangenen 30 Jahren erlebt habe, erklärte Jorge Rodríguez, Präsident der Nationalversammlung und Bruder der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez. 250 Gebäude seien komplett zerstört oder beschädigt worden. Acht Krankenhäuser, 20 Einkaufszentren und 68 öffentliche Infrastruktureinrichtungen seien betroffen.
UN-Generalsekretär António Guterres sprach Betroffenen und Hinterbliebenen sein Mitgefühl aus und sicherte der Regierung sowie der Bevölkerung Solidarität zu. "Der Generalsekretär ist tief betroffen über die Todesopfer und die weit verbreiteten Zerstörungen", teilte Sprecher Stéphane Dujarric in New York mit.
Wie Starlink auf der Plattform X mitteilte, stellt der Satelliten-Internetdienst von Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX seinen Nutzern in Venezuela nach den beiden Erdbeben für einen Monat kostenlosen Zugang zur Verfügung. Zudem arbeite das Unternehmen daran, rasch Starlink-Terminals aufzubauen und die Internetverbindung in den am schwersten getroffenen Gebieten wiederherzustellen.
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