Umstrittener Investorenplan
Trump stützt nach Kritik FIFA-Präsident Infantino: "Er ist fantastisch"
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von Quelle: APA, JOYN NewsSport Aktuell
Infantino bekommt Rückendeckung
Videoclip • 01:12 Min
Der stark in der Kritik stehende FIFA-Präsident Gianni Infantino erhält trotz seines umstrittenen Investorenplans Rückendeckung aus dem Weißen Haus. US-Präsident Donald Trump schrieb in einer kurzen Stellungnahme auf seiner Plattform Truth Social, der Fußball-Weltverband würde einen schrecklichen Fehler begehen, wenn er aus irgendeinem Grund auch nur erwägen sollte, Infantino abzulösen.
Das Wichtigste in Kürze
US-Präsident Donald Trump stärkt FIFA-Präsident Gianni Infantino trotz dessen umstrittenem Investorenplan den Rücken und warnt vor einer Ablösung.
Infantino steht jedoch weiterhin stark in der Kritik, nachdem mehrere Fußballverbände ihm einen Vertrauensbruch vorgeworfen und einen Neuanfang gefordert haben.
Trump schwärmte in höchsten Tönen von dem Mann, der ihm 2025 den FIFA-Friedenspreis verliehen hatte: "Er ist fantastisch und hat gerade die erfolgreichste Weltmeisterschaft aller Zeiten geleitet", schrieb er weiter. Wenn Infantino nicht mehr da wäre, würde es "nie wieder solch eine erfolgreiche oder profitable WM geben".
Zuletzt hatte es Berichte gegeben, Infantino habe wegen seines gescheiterten Investorenplans Unterstützung im Weißen Haus gesucht. Die FIFA wies Berichte über Anrufe bei Trump oder anderen Regierungsmitgliedern jedoch als "frei erfunden" zurück. Auch Trump selbst sagte, er habe mit Infantino darüber nicht gesprochen.
Infantino musste Vorhaben begraben
Der FIFA-Boss steht wegen seiner bisherigen Amtsführung und umstrittenen Zukunftsplänen in der Kritik - es gibt einige Rücktrittsforderungen. Infantino wollte Rechte an den Turnieren des Weltverbandes an private Investoren verkaufen und damit Milliarden erlösen. Technologieinvestor Joshua Kushner, dessen Bruder Jared mit Trumps Tochter Ivanka, verheiratet ist, hätte über seine Investmentfirma eine Schlüsselrolle übernehmen sollen.
Angesichts der riesigen Empörung musste Infantino sein Vorhaben wieder begraben. Der offen entbrannte Machtkampf im Fußball hat alle Kontinentalverbände erfasst. Am Montag wandten sich die Dachverbände Europas (UEFA), Asiens (AFC), Nord- und Mittelamerikas sowie der Karibik (CONCACAF) in einem offenen Brief gemeinsam an die Öffentlichkeit. Sie bekräftigten ihre Kritik an Infantino, warfen ihm Täuschung vor und fordern weiter einen Neuanfang an der Spitze des Weltverbandes.
Großartige Freunde schmeicheln einander
Infantino hat Trump in der Vergangenheit mehrmals als "großartigen Freund" bezeichnet. Unter seiner Ägide vergab die FIFA die WM-Endrunde 2026 an die USA, Kanada und Mexiko. Infantino und Trump traten mehrfach gemeinsam auf, unter anderem bei der Siegerehrung nach dem Finale der WM 2026. Anfang 2025 war der Schweizer auch dabei gewesen, als der ehemalige Geschäftsmann Trump zum zweiten Mal ins Amt des US-Präsidenten eingeführt wurde.
Infantino verlieh Trump Ende 2025 außerdem einen neu erfundenen FIFA-Friedenspreis, den irritierte Kritiker sofort als maßgeschneiderte Gefälligkeit für den US-Präsidenten einstuften. Einem unbestätigten Bericht der "New York Post" zufolge wollte sich Trump revanchieren, indem er Infantino angeblich für das Amt des künftigen UNO-Generalsekretärs ins Rennen schicken wollte.
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